Die Umsätze mit Corona-Impfstoffen reichen schon lange nicht mehr aus, um BioNTech noch in den schwarzen Zahlen zu halten. Da neue Medikamente noch etwas auf sich warten lassen, arbeitet der Biotech-Konzern daher nun erst einmal an einem Sparkurs. Im Mai gab das Management bekannt, mehrere Produktionsstandorte in Deutschland schließen zu wollen.
Vor wenigen Tagen tauchte nun ein möglicher Käufer in Form von Moderna auf. In den Corona-Jahren war das noch der wohl größte Konkurrent von BioNTech. Mittlerweile spielt Corona aber kaum noch eine Rolle und die Blicke in der Branche richten sich auf andere Bereiche. Moderne scheint Chancen zu erkennen, mit den Standorten von BioNTech wachsen zu können.
BioNTech: Die Politik muss mitspielen
Beschlossen ist allerdings noch lange nichts und die Aktionäre von BioNTech können noch keine stattlichen Einnahmen einpreisen. Denn damit Moderna in Deutschland mehr investiert, fordert der Konzern auch ein Entgegenkommen der Politik. Von den Plänen aus Berlin, Pharmahersteller bei der angestrebten Reform der Gesundheitskassen ein wenig leiden zu lassen, ist man wenig begeistert.
Für BioNTech ändert sich wenig. Das Unternehmen ist weiterhin in einer eher schwierigen Phase. In der Pipeline sind zwar zahlreiche interessante Projekte, für die es aber freilich keine Erfolgsgarantie gibt. Zudem verdauen die Märkte noch immer den für den Jahreswechsel angekündigten Rückzug des Gründerpaars.
BioNTech Aktie Chart
Da muss noch etwas kommen
Heute Morgen ging die BioNTech-Aktie mit eher übersichtlichen 79,40 Euro in den Handel, was weit entfernt von einstigen Höchstständen ist. Um auch nur in die Nähe von jenen zu kommen, braucht BioNTech einen handfesten Durchbruch bei Krebsmedikamenten. Solange davon nichts zu sehen ist, bleibt die Aktie vor allem eine Zukunftswette mit ungewissem Ausgang.
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