BioNTech hat am 21. Oktober seine Anlage für mRNA-Herstellung im klinischen Maßstab sowie Forschung und Entwicklung in Melbourne eingeweiht. Der Standort auf dem Bundoora-Campus der La Trobe University markiert nach Unternehmensangaben einen Meilenstein der strategischen Partnerschaft mit dem australischen Bundesstaat Victoria.
Standortpläne in Australien und Deutschland
Die Einrichtung in Melbourne verbindet die Herstellung für klinische Anwendungen mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. BioNTech und Victoria ordnen sie als Beitrag zur Stärkung des dortigen mRNA-Ökosystems ein.
Für den Standort Tübingen zeichnete sich dagegen eine Schließung ab: Medienberichten zufolge wollte BioNTech die Einrichtung trotz eines abschließenden Übernahmeangebots schließen. Der Bericht vom 15. Oktober bezifferte das Angebot eines Konsortiums auf bis zu 20 Millionen Euro.
Zu der Käufergruppe gehörte demnach Alloy Therapeutics. Ihr Vorschlag sah die Übernahme von 500 Beschäftigten vor. Das Konsortium wollte zudem Barreserven von mehr als 200 Millionen Euro behalten; BioNTech hielt den Plan dem Bericht zufolge für nicht tragfähig.
Klinische Zusammenarbeit als weiterer Kontext
Vor gut einer Woche vereinbarten BioNTech und Gilead Sciences eine klinische Zusammenarbeit samt Liefervereinbarung für eine neue Wirkstoffkombination. Sie soll Pumitamig mit Sacituzumab Govitecan bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem dreifach negativem Brustkrebs untersuchen.
Vorgesehen ist der Einsatz in der Erstlinie bei niedriger oder fehlender PD-L1-Expression. BioNTech plant dafür, die globale Phase-3-Studie ROSETTA Breast-01 anzupassen und die Chemotherapie durch Sacituzumab Govitecan zu ersetzen, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung. BioNTech soll die Studie finanzieren und leiten, während Gilead den Wirkstoff liefert.
Die Zahlen zum dritten Quartal 2026 und einen Unternehmensbericht will BioNTech am 3. November veröffentlichen.
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