Mit der Übernahme von CureVac hofften BioNTech und die Anleger eigentlich darauf, sich von Rechtsstreitigkeiten um Corona-Impfstoffe befreien zu können. Doch während eine Klage von CureVac nun nichtig geworden ist, droht Gegenwind aus anderer Richtung. Wie der „Spiegel“ berichtet, zieht Bayer gegen das Unternehmen sowie andere Anbieter von Corona-Impfstoffen vor Gericht.
Der Vorwurf lautet, dass bei der Entwicklung von Corona-Vakzinen eine Technologie kopiert worden sei, welche die Bayer-Tochter Monsanto bereits in den 1980er Jahren zur Stabilisierung von mRNA genutzt habe. Impfstoffe wurden und werden damit nicht hergestellt. Untersucht hatte Monsanto laut Unternehmensangaben die Entwicklungen widerstandsfähigerer Nutzpflanzen. Warum Bayer das Ganze erst jetzt aufgefallen ist, wurde nicht näher thematisiert.
Ganz normale Härte
Einen Verkaufsstopp der Impfstoff fordert Bayer nicht, was dem Unternehmen auch kaum Sympathiepunkte einbringen würde. Gepocht wird aber auf Schadenersatz von BioNTech, Pfizer und Moderna. Darüber hinaus läuft wohl ein separates Verfahren gegen Johnson & Johnson. Über die Höhe der Forderung ist nichts weiter bekannt.
Die BioNTech-Aktie reagierte recht entspannt auf die Meldung. Rechtsrisiken gehören für das Unternehmen mehr oder minder zum Alltag und ohne ein konkretes Urteil gehen sie an der Börse im Hintergrundrauschen unter. Wie gehabt notiert der Titel knapp unter der 100-Dollar-Marke. Am Dienstag ging es mi 98,09 US-Dollar aus dem Handel.
BioNTech Aktie Chart
BioNTech und neue Chancen
Die Aufmerksamkeit der Anleger konzentriert sich ohnehin schon seit Langem nicht mehr auf Corona-Impfstoffe, deren Umsätze für das Erreichen der Gewinnschwelle bei BioNTech längst nicht mehr ausreichen. Die größten Hoffnungen setzen die Anteilseigner auf neue Krebsmedikamente. Läuft alles gut, könnte es noch 2026 eine erste Zulassung geben. Garantien dafür lassen sich allerdings selbst bei guten Studiendaten nicht aussprechen.
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