Die Kassen sind voll, der Aktienkurs schwächelt. BioNTech steht vor einer entscheidenden virtuellen Hauptversammlung am morgigen Freitag. Das Mainzer Biotech-Unternehmen muss den Übergang vom Corona-Impfstoffhersteller zum Onkologie-Spezialisten meistern. Der geplante Abschied der Gründer erschwert diese Aufgabe.
Im Vorfeld des Aktionärstreffens senkte die Berenberg Bank ihr Kursziel. Die Analysten reduzierten den Wert auf 140 US-Dollar. Sie bewerten die Aktie weiterhin mit „Kaufen“.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei knapp 78 Euro. Damit bewegt sich der Kurs unterhalb der 50-Tage-Linie. Vom 52-Wochen-Tief ist die Aktie nicht weit entfernt. Dieses Tief markierte der Markt im März nach der Rücktrittsankündigung der Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci.
Umbau des Aufsichtsrats
Auf der morgigen Agenda steht die strategische Neuausrichtung. Aktionäre stimmen über eine geplante Erweiterung des Aufsichtsrats ab. Das Gremium soll von sechs auf acht Mitglieder wachsen. Zwei neue Spezialisten für klinische Entwicklung sollen den Fokus auf Krebstherapien stärken. Ferner schlägt das Management vor, den Bilanzgewinn von rund 6,9 Milliarden Euro vollständig vorzutragen.
Die jüngsten Quartalszahlen belasten die Stimmung. BioNTech meldete Anfang Mai einen Umsatzrückgang auf 118 Millionen Euro. Das verfehlte die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Folge: Der Nettoverlust weitete sich auf über 530 Millionen Euro aus. Ursache ist das schrumpfende Geschäft mit Covid-19-Impfstoffen.
Das Management hält an der Jahresprognose fest. BioNTech erwartet 2026 weiterhin Erlöse von bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm soll den Kurs stützen. Die Liquidität bleibt mit fast 20 Milliarden US-Dollar komfortabel.
Pipeline liefert Daten
Die operative Entwicklung beschleunigt sich derweil. Das Unternehmen startete fünf neue Zulassungsstudien für den Wirkstoff Pumitamig. Dieser richtet sich gegen verschiedene Tumorarten. Ein weiterer Hoffnungsträger ist Gotistobart. Hier zeigte eine späte klinische Studie eine deutliche Reduzierung des Sterblichkeitsrisikos bei bestimmten Lungenkrebspatienten.
Im laufenden Jahr plant BioNTech den Start weiterer Studien. Damit wächst das fortgeschrittene klinische Programm auf 15 Studien an. Mehrere wichtige Datenveröffentlichungen stehen noch aus. Diese klinischen Ergebnisse müssen beweisen, dass sich die massiven Investitionen in die Krebsforschung auszahlen.
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