BioNTech Aktie: Gründer-Spinoff heißt Arife

Symbolbild, KI-generiert

Die geplante Abspaltung der Gründerfirma trifft auf schwierige Verhandlungen, angekündigte Werksschließungen und laufende Patentklagen.

Auf einen Blick:
  • Arife soll mRNA-Medikamente entwickeln
  • Verhandlungen zur Abspaltung bleiben schwierig
  • Drei Werksschließungen sind angekündigt
  • US-Richter lehnt Anträge zu Patentklagen ab

Die Mainzer BioNTech steht vor einer grundlegenden Neuordnung, während gleichzeitig die Trennung von den beiden prägenden Köpfen das Unternehmen belastet. Im vorbörslichen Handel notiert die Aktie heute bei 85,10 Euro und gibt damit um 0,3 Prozent nach. Das Marktgeschehen spiegelt eine Phase der Ungewissheit wider, in der strategische Weichenstellungen und rechtliche Fragen zusammentreffen.

Zähes Ringen um Patente und Firmenteile

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die künftige Gesellschaft der Mitgründer Uğur Şahin und Özlem Türeci. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Handelsblatt bestätigte, trägt das geplante Unternehmen den Namen Arife und wird seinen Sitz in Mainz haben. Die Neugründung soll sich auf mRNA-Medikamente der nächsten Generation konzentrieren.

Die Modalitäten dieser Abspaltung sorgen allerdings für erhebliche Reibungen. Das Handelsblatt berichtete am 24. September, dass sich die Verhandlungen über die Trennung von Vermögenswerten, Schutzrechten und Mitarbeitern schwierig gestalten.

Ein verlässliches Datum für einen Abschluss der Gespräche gibt es nicht. Medienberichten zufolge hat sich zudem das Verhältnis zwischen den Gründern auf der einen Seite sowie dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auf der anderen Seite spürbar abgekühlt.

Analysten blicken auf drittes Quartal

Vor dem Hintergrund dieser strukturellen Fragen richtet sich das Augenmerk am Kapitalmarkt bereits auf die anstehende Zwischenbilanz. Die US-Bank Morgan Stanley passte gestern ihre Bewertungsmodelle für den Biopharmasektor im Vorfeld der Zahlen zum dritten Quartal an.

Die Analysten beließen die Einstufung auf „Overweight“.

Mit einer Marktkapitalisierung von 21,58 Milliarden Euro bleibt der Konzern ein gewichtiges Schwergewicht des Sektors, muss sich jedoch neben der internen Entflechtung auch mit operativen Einschnitten auseinandersetzen.

Umbau und juristischer Druck

Das Unternehmen treibt parallel eine deutliche Straffung seiner Standorte voran. Am 28. September gab BioNTech bekannt, dass mangels gefundener Käufer die Standorte Tübingen, Marburg und Idar-Oberstein geschlossen werden sollen. Von dieser Maßnahme sind rund 1.800 Mitarbeiter betroffen. Für das Werk in Tübingen ist das Ende für Ende 2027 vorgesehen, gefolgt von Marburg Anfang 2028 und Idar-Oberstein Ende 2028.

Zugleich sorgt die juristische Aufarbeitung früherer Erfolge für Gegenwind. Am 28. September wies ein US-Bundesrichter Anträge von Pfizer, BioNTech und Moderna ab, mit denen Patentklagen von Bayer CropScience LLC, Monsanto Company und Monsanto Technology LLC abgewiesen werden sollten.

Gegenstand der Auseinandersetzung sind Vorwürfe von Schutzrechtsverletzungen bezüglich der mRNA-Technologie, die in den jeweiligen Corona-Impfstoffen zum Einsatz kam.

BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 08. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)