BioNTech-Aktie: Das große Beben!

Die BioNTech-Aktie bricht nach schwacher Umsatzprognose für 2026 und dem angekündigten Abgang der Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci massiv ein.

Auf einen Blick:
  • Aktie bricht vorbörslich um 17 Prozent ein
  • Gründer Sahin und Türeci verlassen BioNTech bis Ende 2026
  • Umsatzprognose für 2026 deutlich unter Analystenerwartungen
  • Rückkehr zu Verlusten im vierten Quartal 2025

Ein Schock für alle BioNTech-Investoren: Die Aktie des deutschen Biotechunternehmens stürzt im vorbörslichen Handel an der NASDAQ um satte 17 Prozent ab. Gleich zwei Hiobsbotschaften treffen die Anleger am Dienstag mit voller Wucht. Die Gründer gehen und die Zahlen enttäuschen auf ganzer Linie.

Das Mainzer Unternehmen rechnet für 2026 mit Umsätzen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Das klingt erst einmal solide, doch die Analysten hatten mit 2,75 Milliarden Euro deutlich mehr auf dem Zettel. Am Mittelpunkt der Prognose bedeutet das einen Rückgang von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund liegt auf der Hand. Die COVID-19-Impfstoffverkäufe brechen sowohl in Europa als auch in den USA massiv ein.

BioNTech SE Aktie Chart

Verlassen die Gründer das sinkende Schiff?

Noch schwerer wiegt jedoch die Nachricht rund um die Unternehmensspitze. CEO Ugur Sahin und seine Frau Özlem Türeci, beide Mitgründer und das Gesicht von BioNTech, werden das Unternehmen bis Ende 2026 verlassen. Sie wollen ein neues Unternehmen gründen, das sich auf mRNA-Technologien der nächsten Generation konzentriert. BioNTech will dabei Technologien und Rechte gegen eine Minderheitsbeteiligung einbringen.

Für die Investoren ist das ein herber Schlag. Die beiden Gründer waren das Aushängeschild des Unternehmens und maßgeblich für den Erfolg des COVID-19-Impfstoffs verantwortlich. Jetzt sucht der Aufsichtsrat nach Nachfolgern, während das Unternehmen im vierten Quartal 2025 wieder in die Verlustzone rutschte. Mit einem Nettoverlust von 305 Millionen Euro nach einem Gewinn von 259,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal steht BioNTech vor großen Herausforderungen. Die Anleger müssen sich nun fragen, ob das Unternehmen ohne seine Gründer die ambitionierten Onkologie-Pläne wirklich umsetzen kann.

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