BioNTech-Aktie: Grandios geirrt!

Die Aktie von BioNTech war nach einer Kaufempfehlung gut in den Juni gestartet. Seitdem verliert der Impfstoffhersteller täglich mehr an Börsenwert.

Auf einen Blick:
  • Die BioNTech-Aktie verliert auch am Dienstagvormittag
  • Damit setzt der Impfstoffhersteller seinen Abwärtstrend fort
  • Das hohe Kursziel eines Analysten taugte nur kurz als Boost
  • Jeffries sieht BioNTech mittelfristig 60 Prozent höher

Anfang Juni sah es wieder deutlich besser aus für die Aktie von BioNTech: Bis auf 84,40 Euro verbesserten sich die Papiere des Impfstoffherstellers im Xetra-Handel, es war zugleich der höchste Stand seit Anfang Mai. Von der Zuversicht der Märkte ist allerdings nichts übrig geblieben, jeden Tag verliert die BioNTech-Aktie seit Anfang vergangener Woche mehr an Wert. Den Dienstag startete sie mit einem weiteren Minus von 1,9 Prozent auf aktuell 74,45 Euro – und ein Analyst hat sich (zumindest bislang) grandios geirrt.

Jeffries bestätigte hohe BioNTech-Prognose

Es war Akash Tewari  vom US-Analysehaus Jefferies, der die Aktie von BioNTech mit einem Kursziel von 138 US-Dollar (knapp 120 Euro) zum Monatsstart auf „Buy“ belassen hatte. Die beiden Pharmakonzerne Pfizer und BioNTech hätten auf der ASCO-Krebstagung Updates zu ihren Programmen zur Erstlinientherapie von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) vorgestellt, schrieb er in seiner Einschätzung.

  • Die Evaluierung sei noch in einem frühen Stadium und zeige bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit keinen klaren Unterschied zu Ivonescimab, so der Analyst
  • Tewari geht indes weiter davon aus, dass eine langfristige Differenzierung von neuen Kombinationstherapien abhängen wird

Dass er dennoch ein ordentliches Kurspotenzial bei BioNTech erkennt, hatte die Aktie nur kurz antreiben können, seit ihrem Zwischenhoch gab sie satte 12 Prozent ab. Stand jetzt müsste sie zur Zielvorgabe damit um 60 Prozent zulegen.

Auch Berenberg-Bank bei BioNTech optimistisch

Danach sieht es aktuell wirklich nicht aus. Dabei war er in seiner Prognose nicht einmal der Mutigste:  Harry Gillis von der Privatbank Berenberg hatte das Kursziel für BioNTech zwar kurz davor gekürzt, allerdings lediglich von 155 auf jetzt 140 US-Dollar. Mit dem neuen Kursziel trage er dem zunehmenden Druck auf das Covid-19-Geschäft des Impfstoffherstellers Rechnung, schrieb Gillis. Das neue Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar sowie die Optimierung der Produktionskapazitäten werte er aber positiv.

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