In der vergangenen Woche sah es kurzzeitig mal wieder etwas besser aus für die Aktie von BioNTech. Nachdem die Papiere des Mainzer Impfstoff-Spezialisten am 11. März von mehr als 100 auf 79 US-Dollar eingebrochen waren, eine Reaktion auf einen Milliardenverlust und vor allem den angekündigten Rückzug der Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci bis Ende 2026, waren sie an der Nasdaq wieder bis auf 95 Dollar geklettert. Doch seitdem geht es mit der BioNTech-Aktie wieder stetig abwärts, am Dienstag weitere knapp zwei Prozent auf 86,81 Dollar. Daran änderten auch die gewagten Prognosen zweier Analysten nichts.
BioNTech-Kursziel von 140 Euro bestätigt
Es war Emmanuel Papadakis von Deutsche Bank Research, der die Einstufung für BioNTech in der Vorwoche mit einem Kursziel von 140 US-Dollar auf „Buy“ belassen hatte – und somit einen Kursanstieg um aktuell 60 Prozent prognostiziert. Der Antikörperspezialist habe einen etwas verwirrenden Bericht zum vierten Quartal vorgelegt, schrieb der Analyst laut finanzen.net in seinem Resümee auf die Jahreszahlen 2025. Dies schmälere das Investmentpotenzial jedoch nicht, „das auf einem sehr hohen Barbestand, einem profitablen Geschäft mit Covid-Vakzinen sowie einem derzeit deutlich unterbewerteten Onkologie-Portfolio“ basiere.
- Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel für BioNTech derweil von 151 auf 138 US-Dollar gesenkt, die Einstufung aber ebenfalls auf „Buy“ belassen
- Das Biotechnologie-Unternehmen habe „beim Umsatz die Markterwartung übertroffen“, schrieb Akash Tewari in seiner Studie
Dass das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 für BioNTech mit einem Nettoverlust von 1,1 Milliarden Euro endete, erwähnte er nicht.
Nachfolge der BioNTech-Gründer entscheidend
Dafür jedoch den angekündigten Rückzug der Gründer. Dieser sei „zwar überraschend gekommen“, wie er schrieb. Falls BioNTech jedoch die richtigen Nachfolger finde, die die Kommunikation verbessern und sich auf die kommerzielle Verwertung der Forschungsergebnisse konzentrierten, könnte dies auf lange Sicht positiv sein, glaubt er. Zudem seien die Aktien günstig bewertet. Die Anleger hingegen sehen das offenbar anders.
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