BioNTech-Aktie: Doch nicht so schlimm!

Die BioNTech-Aktie hat in den letzten Tagen mehr als die Hälfte der herben Verluste vergangener Woche wieder wettgemacht. Ist der Weggang der Gründer doch nicht so schlimm?

Auf einen Blick:
  • Kaufempfehlungen durch DB Research und Jefferies
  • Börse richtet Fokus auf zahlreiche Phase-3-Studien
  • Prall gefüllte Kriegskasse von über 17 Mrd. Euro

Die BioNTech-Aktie legt am Dienstag um fast vier Prozent zu und klettert wieder über die Kursmarke von 80 Euro. Damit hat der Aktienkurs mehr als die Hälfte der herben Verluste vergangener Woche inzwischen wieder wettgemacht. Hat die Börse erkannt, dass der Weggang der Gründer doch keine so große Lücke reißt?

Gründe für Kurssteigerungen

In der Tat haben viele Anleger nach den anfänglichen Panikverkäufen offenbar erkannt, dass die Gründung eines neuen Unternehmens durch die beiden BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci kein Beinbruch für das Unternehmen ist. Sahin und Türeci bleiben dem Unternehmen über eine starke Beteiligung und eine enge Kooperation weiterhin verbunden.

Zudem bekam die BioNTech-Aktie Rückenwind durch die Bestätigung der Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank Research und die Investmentbank Jefferies. Mit einem Kursziel von 140 US-Dollar glauben die Analysten der DB Research fast an eine Verdoppelung des aktuellen Kurses.

Anleger und Analysten richten nun den Fokus auf die 15 geplanten Phase-3-Studien zu verschiedenen Krebsarten. Damit verfügt das Mainzer Biotech-Unternehmen über eine der stärksten Onkologie-Pipelines der gesamten europäischen Biopharma-Industrie.

Alles prall gefüllt

Neben der Wirkstoffpipeline ist auch die Kriegskasse von BioNTech prall gefüllt. Das Unternehmen sitzt auf einem Berg an Barmitteln in Höhe von rund 17 Milliarden Euro. Mit diesem Geld ist das Biotech-Unternehmen komfortabel finanziert und auch in den kommenden Jahren nicht auf Kapitalmaßnahmen angewiesen.

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