Ein Großaktionär zieht sich schrittweise zurück, während das Unternehmen selbst weiter Aktien vom Markt nimmt. Bei BH Macro zeigt sich damit ein interessantes Gegenspiel zwischen institutionellem Verkaufsdruck und der eigenen Rückkaufstrategie.
Rathbones Investment Management hat seinen Anteil an dem Guernsey-domizilierten Investmentvehikel verringert. Am 9. Juli 2026 unterschritt die Position eine meldepflichtige Schwelle, die Mitteilung an das Unternehmen erfolgte einen Tag später. Der Stimmrechtsanteil sank von zuvor 16,42 Prozent auf 15,84 Prozent, was rund 72,8 Millionen Stimmrechten entspricht. Gehalten wird die Position über zwei Tochtergesellschaften der Rathbones Group Plc, mit Sitz in London und im Kanalinsel-Standort Jersey.
Rückkauf läuft parallel weiter
Während Rathbones Anteile abbaut, setzt BH Macro sein Rückkaufprogramm fort. Am 10. Juli 2026 erwarb das Unternehmen 7.740 eigene Sterling-Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 4,2350. Die Papiere sollen im Bestand gehalten werden, ein direkter Einzug ist damit vorerst nicht vorgesehen.
Nach der Transaktion liegt die Zahl der ausstehenden Sterling-Aktien bei rund 300,2 Millionen, im Treasury-Bestand befinden sich 77,5 Millionen weitere Anteile dieser Klasse. Bei der US-Dollar-Aktienklasse stehen 23,6 Millionen Anteile im Umlauf, hinzu kommen 928.765 Stück im eigenen Bestand. Insgesamt zählt das Unternehmen ab dem 10. Juli rund 459,5 Millionen Stimmrechte.
Die gegenläufigen Bewegungen — ein institutioneller Anleger reduziert, das Unternehmen kauft zurück — verändern rechnerisch die Gewichtung der verbleibenden Aktionäre. Wie sich die Eigentümerstruktur in den kommenden Wochen weiter entwickelt, dürfte sich an den nächsten Meldepflicht-Mitteilungen ablesen lassen.
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