Der Nettoinventarwert von BH Macro ist im Juli spürbar gesunken. Ausgerechnet in dieser Phase greift das Management weiter zum Rückkaufhebel – und kauft dabei deutlich unter dem eigentlichen Substanzwert der Anteile.
Nettoinventarwert gibt nach
Zum 24. Juli lag der Nettoinventarwert der US-Dollar-Anteilsklasse bei 4,53 US-Dollar, ein Rückgang von 1,99 Prozent im Monatsverlauf. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein leichtes Plus von 0,20 Prozent zu Buche.
Die Sterling-Anteile bewegten sich im gleichen Takt: 442 Pence Nettoinventarwert, ebenfalls 1,99 Prozent leichter im Monat. Auf Jahressicht schneidet die Sterling-Klasse mit 0,39 Prozent etwas besser ab als ihr Dollar-Pendant.
Rückkäufe trotz sinkender Bewertung
Am 28. Juli erwarb das Unternehmen 37.913 Sterling-Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 417 Pence – rund 5,7 Prozent unter dem aktuellen Nettoinventarwert. Bei den US-Dollar-Anteilen kamen 5.000 Stück zu 4,26 US-Dollar hinzu, ebenfalls mit spürbarem Abschlag zum Substanzwert.
Solche Käufe unterhalb des NAV gelten für geschlossene Fonds als wertsteigernd für die verbleibenden Anteilseigner, weil jeder Rückkauf den Nettoinventarwert je verbliebener Aktie rechnerisch stützt.
Nach der jüngsten Transaktion lagert BH Macro 77.747.096 Sterling-Aktien und 964.878 US-Dollar-Aktien im eigenen Bestand. Die gesamte Stimmrechtszahl der Gesellschaft sank dadurch auf 459.219.404.
Die nächste wöchentliche NAV-Meldung dürfte zeigen, ob sich der Monatsrückgang stabilisiert oder ob der Abstand zwischen Kurs und Substanzwert weiter wächst. Bis dahin bleibt der Rückkaufmechanismus der einzige sichtbare Hebel, mit dem das Management auf die Bewertungslücke reagiert.
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