Beyond Meat steht vor einer Zerreißprobe zwischen Management und Eigentümern. Die Aktionäre verlieren die Geduld. Bei der Hauptversammlung 2026 erteilten sie der Führungsebene eine deutliche Absage. Im Zentrum der Kritik steht die Bezahlung der Top-Manager.
Aktionäre lehnen Gehaltsplan ab
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Rund 34,8 Millionen Stimmen lehnten das Vergütungsmodell ab. Lediglich 16,5 Millionen Aktionäre stimmten dafür. Damit scheiterte das Unternehmen bei der beratenden Abstimmung über die Managergehälter krachend.
Besonders die Bezüge von CEO Ethan Brown sorgen für Unmut. Er erhielt für das Geschäftsjahr 2025 rund 30 Millionen US-Dollar. Die Folge: Ein seltener Vorgang im Russell 3000 Index. Bisher verweigerten 2026 nur wenige Anlegergruppen ihre Zustimmung zu den Gehältern.
Ende der Sonderbehandlung
Parallel dazu endet eine Ära der Privilegien. Beyond Meat gilt nicht mehr als „Emerging Growth Company“. Das Unternehmen muss nun strengere Transparenzregeln befolgen. Indes bestätigten die Aktionäre Seth Goldman als Class-I-Direktor mit 35,6 Millionen Stimmen. Auch Deloitte & Touche bleibt als Wirtschaftsprüfer im Amt.
Operativ versucht der Konzern die Flucht nach vorn. In den Niederlanden startete Mitte Mai der Verkauf eines neuen Burgers. Die Variante mit „Korean BBQ“-Geschmack soll das internationale Geschäft ankurbeln.
Hoher Druck durch Leerverkäufer
Die Lage am Aktienmarkt bleibt jedoch angespannt. Ende April lag die Leerverkaufsquote bei fast 25 Prozent der frei handelbaren Aktien. Das entspricht rund 126 Millionen Anteilscheinen. Zwar sank das Short Interest zuletzt um elf Prozent. Die Volatilität bleibt dennoch hoch.
Das Management schweigt bisher zu den Abstimmungsergebnissen. Unklar bleibt, wie der Vorstand auf den massiven Widerstand der Eigentümer reagiert. Die Suche nach der Profitabilität bestimmt weiterhin den Kurs der kommenden Monate.
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