Zehn Prozent vorbörsliches Plus — das spricht für sich. Best Buy hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 deutlich besser abgeschnitten als erwartet und gibt damit dem gebeutelten Einzelhandelssektor einen seltenen Impuls.
Zahlen, die überzeugen
Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 1,28 Dollar, nach 1,15 Dollar im Vorjahresquartal — und lag damit über den Analystenerwartungen. Der Umsatz stieg auf 8,94 Milliarden Dollar, ebenfalls über den Schätzungen. Entscheidend ist aber das Vergleichsverkaufswachstum von zwei Prozent: eine klare Umkehr gegenüber dem Rückgang von 0,7 Prozent vor einem Jahr.
Im bisherigen Verlauf des Mai läuft es noch besser. CFO Matt Bilunas bestätigte ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich, erwartet für das Gesamtquartal jedoch eine Verlangsamung auf rund ein Prozent — da der Nintendo Switch 2 im Vergleichszeitraum des Vorjahres einen starken Nachfrageimpuls lieferte. Immerhin: Analysten hatten zuvor einen Rückgang von 0,4 Prozent prognostiziert.
Neue Führung, alte Ziele
CEO Corie Barry legt ihr Amt Ende Oktober nieder. Nachfolger wird Jason Bonfig, ein Unternehmenskenner, der den Fokus auf das Werbe- und Marktplatzgeschäft schärfen will — beides Segmente mit höheren Margen. Jefferies sieht hier Potenzial, das der Markt noch unterschätze, und hob das Kursziel auf 89 Dollar an.
Das Jahresguidance bleibt trotz des starken Quartals unverändert: Vergleichsumsätze zwischen minus und plus einem Prozent, bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 6,30 und 6,60 Dollar. Das Management spielt auf Sicht — schwierige Vorjahresvergleiche in den kommenden Quartalen erklären die Zurückhaltung.
Jefferies nennt frühe Anzeichen eines Ersatzzyklus bei Fernsehern und Haushaltsgeräten als mittelfristigen Treiber. Hinzu kommt die Perspektive auf erschwinglichere KI-PCs im Zeitfenster 2026/27. Wer auf einen Nachfrageschub durch Hardware-Upgrades setzt, bekommt mit Best Buy zumindest eine erste Bestätigung dieser These. Das Quartalsdividende von 0,96 Dollar je Aktie, zahlbar am 9. Juli 2026, gibt dem Titel ferner einen stabilen Einkommensanker.
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