Berkshire Hathaway setzt auf Japan!

Berkshire Hathaway erwirbt eine 2,49-Prozent-Beteiligung an Tokio Marine und baut seine Japan-Strategie weiter aus. Die Partner planen eine Zusammenarbeit im Rückversicherungsgeschäft.

Auf einen Blick:
  • Berkshire investiert 1,8 Milliarden Dollar in Tokio Marine Holdings
  • Strategische Partnerschaft bei Rückversicherung und M&A geplant
  • Japan-Investments von Berkshire inzwischen rund 35 Milliarden Dollar schwer
  • Beteiligung auf 2,49 Prozent begrenzt, maximal 9,9 Prozent möglich

Die Tochtergesellschaft National Indemnity Company von Berkshire Hathaway erwirbt eine Beteiligung von 2,49 Prozent am japanischen Versicherungskonzern Tokio Marine Holdings für 287,4 Milliarden Yen. Die Transaktion wurde am Montag bekannt gegeben und markiert einen weiteren Schritt in der Japan-Strategie von Berkshire. Die beiden Unternehmen planen eine Zusammenarbeit im Rückversicherungsgeschäft sowie bei möglichen Übernahmen.

Buffetts wachsendes Japan-Portfolio nimmt Form an

Das Investment in Tokio Marine reiht sich ein in die zunehmende Fokussierung auf den japanischen Markt, die vom vormaligen CEO Warren Buffett eingeleitet wurde. Bereits seit Juli 2019 baut Berkshire Positionen in fünf großen japanischen Handelshäusern auf, darunter Mitsubishi Corp., Itochu Corp. und Mitsui & Co. Diese Beteiligungen erreichten Ende Dezember einen Wert von etwa 35 Milliarden Dollar.

Buffett hatte die japanischen Handelskonzerne in der Vergangenheit für ihre Kapitalverwendung, ihr Management und ihre Aktionärsorientierung gelobt. Mit dem Einstieg bei Tokio Marine erschließt sich Berkshire nun auch den japanischen Versicherungsmarkt. Die Vereinbarung sieht vor, dass National Indemnity ohne vorherige Zustimmung des Tokio Marine-Vorstands nicht mehr als 9,9 Prozent der Anteile erwerben darf.

Berkshire Hathaway Inc. Aktie Chart

Strategische Partnerschaft mit begrenztem Risiko

Tokio Marine kündigte an, eigene Aktien zurückzukaufen, um eine Verwässerung für bestehende Aktionäre zu vermeiden. Diese Maßnahme dürfte die Sorgen von Investoren dämpfen, die bei solchen Transaktionen oft eine Beeinträchtigung ihrer Position befürchten. Die geplante Zusammenarbeit erstreckt sich auf globale strategische Investitionsmöglichkeiten, einschließlich Fusionen und Übernahmen.

Die Begrenzung der Beteiligung auf zunächst 2,49 Prozent zeigt einen vorsichtigen Ansatz beider Seiten. Berkshire sichert sich damit Zugang zum japanischen Versicherungsmarkt, ohne eine dominierende Position einzunehmen. Für Tokio Marine bedeutet die Partnerschaft Zugang zu Berkshires umfangreichem Rückversicherungs-Know-how.

Wie nachhaltig sich diese Japan-Strategie für Berkshire entwickeln wird, hängt nicht zuletzt von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ab. Die Diversifikation in verschiedene Sektoren könnte sich als kluger Schachzug erweisen, falls einzelne Bereiche unter Druck geraten sollten.

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