Berkshire Hathaway B-Aktie: Zu günstig bewertet?

Die Aktie von Berkshire Hathaway notiert rund 13 Prozent unter dem Jahreshoch. Analysten sehen Potenzial, während der Markt den Führungswechsel bewertet.

Auf einen Blick:
  • BRK.B fiel auf rund 470 Dollar, BRK.A auf 706.000 Dollar, je minus 6 Prozent seit Jahresbeginn
  • Berkshire notiert unter dem 1,4-fachen des Buchwerts, vor einem Jahr waren es noch 1,8x
  • Chris Bloomstran schätzt den inneren Wert auf 855.000 Dollar je A-Aktie, rund 21 Prozent über dem Kurs
  • UBS-Analyst Brian Meredith hält an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 871.000 Dollar fest

Rund 40 Prozentpunkte Abstand zum S&P 500 seit dem 2. Mai 2025, dem Tag, bevor Warren Buffett seinen Rückzug zum Jahresende ankündigte. Das ist keine kleine Delle, das ist ein Graben. Die Berkshire-Aktie der Klasse B notiert bei etwa 470 Dollar, die A-Aktie bei 706.000 Dollar, beide rund 13 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Der Rest des Markts? Hat in derselben Zeit gut 26 Prozent zugelegt.

Vom teuersten zum günstigsten Buffett-Preis seit Jahren

Vor einem Jahr wurde Berkshire noch mit dem 1,8-fachen des Buchwerts gehandelt. Jetzt sind es weniger als 1,4x des geschätzten Buchwerts zum ersten Quartal. Genau an dieser Bewertungsgrenze hat Berkshire in der Vergangenheit gerne eigene Aktien zurückgekauft, und exakt das ist nun wieder passiert. Am 4. März nahm das Unternehmen das Rückkaufprogramm nach fast zweijähriger Pause wieder auf und kaufte mehr als 200 Millionen Dollar eigener Aktien zurück. Seitdem sind die Kurse weiter gefallen, was das Programm noch interessanter macht.

Berkshire Hathaway Aktie Chart

Was die Analysten sagen

Chris Bloomstran von Semper Augustus Investments, seit Jahren einer der genauesten Berkshire-Beobachter überhaupt, schätzt den inneren Wert auf 855.000 Dollar je A-Aktie. Das wäre ein Aufschlag von 21 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. UBS-Analyst Brian Meredith hält eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 871.000 Dollar aufrecht und verweist auf die breite Ertragskraft und die Kassenhaltung von 373 Milliarden Dollar als Puffer gegen fast alles.

Christopher Davis von Hudson Value Partners nennt Berkshire das „ultimative HALO-Unternehmen“, also schwere Vermögenswerte, kaum Veralterungsrisiko. Gemeint sind damit die Eisenbahn Burlington Northern Santa Fe, Berkshire Hathaway Energy und das Versicherungsgeschäft. Dinge, die sich nicht so leicht kopieren lassen.

Abel übernimmt, Buffett geht

Der eigentliche Grund für den Kursrückstand ist kein schlechtes Quartalsergebnis, keine Bilanzlücke, kein regulatorisches Problem. Es ist schlicht die Unsicherheit darüber, was nach Buffett kommt. Greg Abel übernahm, und der Markt bewertet diesen Wechsel offenbar mit einem Abschlag von rund 40 Prozentpunkten gegenüber dem Gesamtmarkt. Am 2. Mai legt Berkshire Quartalszahlen vor, zeitgleich mit der Hauptversammlung. Ob Abel dort seinen Stempel hinterlässt oder im Schatten seines Vorgängers bleibt, wird die Kursfrage der nächsten Monate sein. 373 Milliarden Dollar Bargeld sind jedenfalls eine ordentliche Basis, um etwas bewegen zu können.

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