Berkshire Hathaway hat gestern Aktienrückkäufe von rund 9,6 Milliarden $ für das dritte Quartal 2026 gemeldet. Reuters zufolge kaufte das Unternehmen im Oktober für etwa 2 Milliarden $ weitere eigene Aktien zurück.
Nach Unternehmensangaben summierten sich die Rückkäufe in den ersten neun Monaten 2026 auf rund 14,4 Milliarden $. Reuters berichtete außerdem, dass Berkshire bereits vor dem dritten Quartal eigene Anteile für 4,8 Milliarden $ erworben hatte.
Rückkäufe trotz schwächerer Erträge
Den Rückkäufen stehen rückläufige Ergebnisse gegenüber. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn erreichte im dritten Quartal 2026 nach Unternehmensangaben 22,1 Milliarden $. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 30,8 Milliarden $ gewesen.
Auch das operative Ergebnis fiel niedriger aus: Berkshire meldete 12,7 Milliarden $ nach 13,5 Milliarden $ im Vorjahresquartal. Reuters führte den Rückgang auf ein schwächeres versicherungstechnisches Geschäft zurück.
Dessen Ergebnis sank laut Berkshire auf 1,35 Milliarden $, verglichen mit 2,37 Milliarden $ im Vorjahresquartal. Bei GEICO gingen die versicherungstechnischen Erträge ebenfalls zurück.
Die Gesellschaft erzielte hier 982 Millionen $ nach zuvor 1,77 Milliarden $. Gleichzeitig verschlechterte sich ihre Schaden-Kosten-Quote auf 91,4 %.
Mehr Prämien in der Rückversicherung
Im Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft meldete Berkshire dagegen höhere gebuchte Prämien. Sie stiegen um 7,0 % auf 5,54 Milliarden $. Das Unternehmen führte den Anstieg teilweise auf neue Policen zurück, darunter das Abkommen mit Tokio Marine.
Reuters berichtete im Umfeld der Kursbewegung zudem über Anleger, die angesichts des Ausverkaufs bei KI-Aktien einen sicheren Hafen suchten. Die Berichterstattung nannte dies als Marktkontext neben den Rückkäufen und Geschäftszahlen, nicht als eindeutig belegte alleinige Ursache der Bewegung.
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