Ajit Jain ist nicht irgendein Manager. Er ist der Mann, den Warren Buffett jahrzehntelang als eine seiner besten Entscheidungen bezeichnete, der Architekt von Berkshires Versicherungsimperium, das Jahr für Jahr Milliardengewinne in die Holding spülte. Nun, so berichtet es das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider, steht sein Nachfolger fest: Charlie Shamieh, derzeit Chairman von Gen Re, der Rückversicherungstochter von Berkshire Hathaway.
Wer ist Shamieh überhaupt?
Gen Re ist kein unbedeutendes Anhängsel. Die Gesellschaft gehört seit 1998 zu Berkshire, Buffett zahlte damals rund 22 Milliarden Dollar, und sie ist ein Kernstück des Versicherungsportfolios. Shamieh kennt das Haus also von innen. Ob er allerdings das Format mitbringt, das Jain über Jahrzehnte aufgebaut hat, ist eine ganz andere Frage.
Jain, 74, hat offenbar noch kein Datum für seinen Abgang genannt. Shamieh soll einspringen, wann immer Jain so weit ist. Berkshire selbst hat den Bericht bislang nicht bestätigt und auf Anfrage von Reuters nicht reagiert.
Die eigentliche Frage
Jain baute Berkshires Versicherungsarm von einem soliden Geschäft zu einer Geldmaschine aus, die dem Konzern jahrelang den sogenannten Float lieferte, also zinsloses Kapital aus Versicherungsprämien, mit dem Buffett Aktien und Unternehmen kaufte. Dieses Modell funktioniert nur, wenn der Versicherungschef Risiken so einschätzt wie Jain es tat: konservativ, diszipliniert, und mit einem Instinkt, der sich nicht einfach vererben lässt.
Shamieh mag ein fähiger Manager sein. Aber Jains Schuhe sind groß. Sehr groß.
Berkshire schweigt, der Markt wartet
Dass Berkshire den Bericht nicht dementiert hat, ist wohl kein Zufall. Dementis kommen bei Berkshire schnell, wenn etwas falsch liegt. Das Schweigen spricht demnach eher dafür, dass der WSJ-Bericht zutrifft. Was das für die Aktie bedeutet, hängt davon ab, wie Anleger Shamieh einschätzen, sobald er mehr in der Öffentlichkeit steht. Bislang ist er außerhalb der Versicherungsbranche kaum bekannt.
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