Beiersdorf-Aktie: Zweifel an der Wende!

Die US-Bank Morgan Stanley stuft Beiersdorf auf Underweight herab und senkt das Kursziel. Die Aktie verliert weiter an Boden, da Zweifel an einem schnellen Turnaround der Kernmarke Nivea überwiegen.

Auf einen Blick:
  • Morgan Stanley stuft auf Underweight herab
  • Kursziel wird auf 77 Euro gesenkt
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn über 20%
  • Steigende Kosten belasten die Margen

Mit den letzten Zahlen sorgte Beiersdorf vor allem für Enttäuschung, auch bei der Entwicklung der wohl wichtigsten Marke in Form von Nivea. Dort will der Konzern die Wende wieder schaffen und plant dafür unter anderem eine Produktoffensive. Die Analysten lassen sich davon allerdings bislang nicht überzeugen.

Zweifel am Turnaround meldet unter anderem die US-Bank Morgan Stanley an. Dort heißt es, dass eine Wende bei Nivea weder einfach noch kurzfristig möglich sei. Daher würden Korrekturrisiken in der Branche aktuell überwiegen. Als Konsequenz wurde der Ausblick von einem neutralen „Equal-Weight“ auf ein negativ angehauchtes „Underweight“ gesenkt.

Immer tiefer

Zugleich reduzierten die Börsenprofis ihr Kursziel von 84 auf 77 Euro. Das verleiht den wenigen verbliebenen Bullen freilich kein neues Selbstbewusstsein und so setzte sich der Abwärtstrend in der laufenden Woche fort. Am Freitag gab es zwar eine kleine Erholung, die aber zuvorderst auf das allgemeine Marktsentiment zurückzuführen ist.

Beiersdorf Aktie Chart

Am Vormittag lag der Kurs bei überschaubaren 73,32 Euro und damit gut fünf Prozent niedriger als eine Woche zuvor. Seit Jahresbeginn ging es um über 20 Prozent in die Tiefe. Viel deutlicher könnten die Anleger kaum machen, dass auch sie ihre Zweifel am großen Comeback von Nivea und Beiersdorf hegen.

Beiersdorf: Fehlende Signale

Die Lage für Beiersdorf scheint sich eher zu verschärfen aufgrund der steigenden Ölpreise und daraus resultierenden Kostensteigerungen. Solche an die Kunden weiterzugeben, bringt das Risiko sinkender Absatzzahlen mit sich. Nichts tun könnte hingegen die Margen schmelzen und bei kommenden Bilanzen den nächsten Schock entstehen lassen. Ein einfacher Ausweg aus dieser Zwickmühle ist momentan nicht zu erkennen.

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