Beiersdorf hat sein erstes Quartal 2026 vorgelegt, und die Zahlen sind, nun ja, erwartbar schlecht. Gesamtumsatz 2,48 Milliarden Euro, organisch minus 4,6 Prozent gegenüber 2,69 Milliarden im Vorjahreszeitraum. CEO Vincent Warnery sagt, man habe genau das geliefert, was die Guidance versprochen hatte. Das stimmt. Besser wird die Sache dadurch nicht.
Nivea rebalancing, oder: Schrumpfen mit Strategie
Das Flaggschiff Nivea verlor organisch 7 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Handelsspannungen in Europa, ein schwieriges Massenmarktsegment, dazu Timing-Differenzen zwischen Sell-in und Sell-out bei neuen Produkten. Beiersdorf nennt das „Rebalancing-Strategie“, und Warnery betont, die verbesserten Sell-out-Dynamiken seien ein erstes positives Signal. Mag sein. Aber das Kernportfolio ist noch nicht zurück im Wachstum, und zwei starke Vorjahresquartale machen den Vergleich nicht einfacher.
La Prairie: Störung, temporär, versprochen
Noch deutlicher traf es die Luxusmarke La Prairie. Minus 14,9 Prozent organisch, von 132 auf 109 Millionen Euro. Schuld sind Verwerfungen im US-Kaufhauskanal und Störungen im Reiseeinzelhandel in China. Beiersdorf betont, das sei alles temporär, und tatsächlich: Bereinigt um diese Effekte stiegen die Retail-Verkäufe um 9 Prozent, China zeigte im vierten Quartal in Folge starke Konsumentennachfrage. Das klingt besser. Bleibt die Frage, wie lange „temporär“ dauert.
Derma trägt das Quartal
Eucerin und Aquaphor hingegen liefen rund. Plus 8,2 Prozent organisch, von 443 auf 459 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren Innovationen mit den Wirkstoffen Epicelline und Thiamidol, starke Nachfrage in Nordamerika, Brasilien und China. Das Derma-Segment wächst schneller als der Gesamtmarkt, der laut Beiersdorf nur im niedrigen einstelligen Bereich zulegt. Warnery spricht vom „Science-based Innovation Model“ als Beweis der Stärke. Hier hat er recht.
Beiersdorf AG Aktie Chart
tesa und die Jahresziele
Die Klebetechniksparte tesa verlor organisch 4,3 Prozent auf 407 Millionen Euro, was exakt dem entsprach, was das Unternehmen erwartet hatte. Hohe Vorjahresbasis im Elektronikgeschäft, schwieriger Automobilmarkt. Immerhin: Im Bereich Elektrofahrzeuge übertraf tesa den Markt.
Die Jahresziele bleiben stehen. Flaches bis leicht wachsendes organisches Umsatzwachstum, EBIT-Marge leicht unter Vorjahresniveau. Warnery sagt, Q1 sei kein Indikator für das Gesamtjahr. An diesen Worten wird er sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres messen lassen müssen.
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