Die Beiersdorf-Aktie befindet sich aktuell in einem starken Abverkauf und hat allein seit Anfang März rund 28 % verloren. Das Ganze, obwohl die Zahlen solide ausfielen. Der Ausblick enttäuschte jedoch viele Anleger und sorgte für deutlichen Verkaufsdruck.
Ergebnisse überzeugen, Prognose dämpft
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Beiersdorf einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro. Organisch entspricht das einem Wachstum von 2,4 %, während der nominale Umsatz nahezu unverändert blieb. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten lag bei 1,378 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahr. Auch die operative Marge verbesserte sich geringfügig auf 14,0 %. Der Nettogewinn stieg auf 955 Millionen Euro, während das Ergebnis je Aktie auf 4,25 Euro zulegte.
Der eigentliche Belastungsfaktor für die Aktie war jedoch die Prognose für das Jahr 2026. Beiersdorf erwartet lediglich ein organisches Umsatzwachstum von „flat bis leicht wachsend“. Gleichzeitig soll die operative Marge leicht unter dem Niveau von 2025 liegen. Auch im Consumer-Segment rechnet das Unternehmen mit einem ähnlichen Bild, kaum Wachstum beim Umsatz und eine etwas niedrigere Marge. Zudem geht das Management davon aus, dass das erste Quartal 2026 unter der erwarteten Jahresspanne liegen wird.
Trotz der vorsichtigen Prognose setzt der Konzern weiterhin auf Kapitalrückführung an die Aktionäre. Die Dividende soll unverändert bei 1,00 Euro je Aktie liegen, was einer Ausschüttung von rund 219 Millionen Euro entspricht. Zusätzlich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 750 Millionen Euro an. Das Programm soll über zwei Jahre laufen und gilt für ein defensives Konsumgüterunternehmen als relativ umfangreich.
Auch Analysten reagierten gemischt auf die Entwicklung. Einige Häuser verweisen auf das weiterhin robuste Margenniveau sowie das starke Wachstum im Derma-Bereich. Andere sehen kurzfristig weiter Druck durch die schwache Entwicklung der Kernmarke NIVEA und die schwierige Konsumlage in wichtigen Märkten.
Beiersdorf-Aktie im Chart-Check
Seit Anfang März 2026 ging es für die Aktie stark nach unten. Am Tag der Zahlen eröffnete die Aktie bereits mit einem Gap von über 8 % nach unten. Danach fiel der Kurs weiter und durchbrach mehrere Unterstützungszonen sowie potenzielle Haltelinien. Aktuell ist die Aktie auf ein Niveau gefallen, das zuletzt im Jahr 2016 erreicht wurde. Der Abwärtsdruck scheint bislang noch nicht nachzulassen. Auf der Unterseite ergibt sich eine mögliche Unterstützungszone zwischen 67,8 und 72,1 Euro. Dieser Bereich stammt aus dem Jahr 2015 und könnte als erste Unterstützung dienen. Sollte es dort zu einer Konsolidierung kommen, könnte man nach möglichen Chancen Ausschau halten. Wichtig ist dabei jedoch, nicht einfach in das fallende Messer zu greifen, sondern zunächst eine Stabilisierung abzuwarten. Auf der Oberseite sind die früheren Unterstützungen inzwischen zu Widerstandsbereichen geworden. Hier die Beiersdorf-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/yjXRBZcu/
Wie oben bereits beschrieben, würde ich hier zunächst wirklich abwarten. Kommt es zu einer Erholung, die anschließend wieder abverkauft wird, könnte das eine Chance sein, von weiter fallenden Kursen zu profitieren.
Ich persönlich würde in dieser Situation jedoch eher nach möglichen Kauf-Chancen suchen. Dafür würde ich aber warten, bis der Kurs zunächst konsolidiert. Erst wenn sich erste Kaufkraft zeigt, würde ich nach einem möglichen Einstieg schauen. Das Ganze würde ich eng absichern, um zu versuchen, einen möglichen Turnaround früh zu erwischen.
Ihr Konrad
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