Beiersdorf Aktie: Goldman sieht Nivea-Schwäche

Symbolbild, KI-generiert

Goldman stuft Beiersdorf auf „Sell“ herab und erwartet für Nivea sowie das Consumer-Geschäft weitere Rückgänge.

Auf einen Blick:
  • Kursziel sinkt von 82 auf 73 Euro
  • Nivea verliert in Europa sechs Prozent
  • Derma-Sparte trägt rund 20 Prozent bei
  • Quartalszahlen folgen am 27. Oktober

Goldman Sachs dreht bei Beiersdorf ins Negative. Die US-Investmentbank stuft den Konsumgüterkonzern von „Neutral“ auf „Sell“ ab und senkt das Kursziel von 82 auf 73 Euro. Der Grund: Die Erholung der Kernmarke Nivea könnte länger dauern als gedacht.

Nivea unter Druck

Die Analysten verweisen auf zunehmenden Wettbewerb durch Unilever und L’Oréal. Nielsen-Daten stützen diese These. In Europa legten Unilevers Vaseline und L’Oréals Mixa in den zwölf Wochen bis zum 6. September um 7 beziehungsweise 22 Prozent zu, während Nivea 6 Prozent verlor.

Für das Consumer-Geschäft erwartet Goldman 2026 einen organischen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent. Mittel- bis langfristig sehen die Experten nur 2 bis 3 Prozent Wachstum, weniger als bei vergleichbaren Beauty- und Haushaltsgüterkonzernen. Nivea biete wegen seiner Größe und geografischen Ausrichtung begrenztes Potenzial.

Die angekündigten zusätzlichen 100 Millionen Euro für Werbung im zweiten Halbjahr halten die Analysten für zu gering. Verglichen mit den Marketingbudgets der Konkurrenz falle der Betrag kaum ins Gewicht. Hinzu kommt aus Sicht der Bank, dass sich die Marke stärker auf Premiumisierung konzentriert habe als auf die Ausführung im Kernportfolio. Fehlende Zukäufe verschärften das Bild.

Derma als Lichtblick

Die Sparte mit Eucerin und Aquaphor bleibt laut Goldman der stärkere Bereich. Sie steuert allerdings nur rund 20 Prozent zum Consumer-Umsatz bei, Nivea kommt auf etwa 66 Prozent. Der Puffer ist also begrenzt.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn etwa 20 Prozent verloren. Goldman sieht trotzdem kein Potenzial für die Konsensschätzungen und liegt mit den eigenen Gewinnprognosen für 2026 bis 2028 zwei bis vier Prozent darunter. Für 2027 bis 2029 rechnen die Analysten mit einem jährlichen Gewinnwachstum je Aktie von 5 Prozent und einer Dividendenrendite von 1 Prozent.

Blick auf die Zahlen am 27. Oktober

Am 27. Oktober legt Beiersdorf Zahlen zum dritten Quartal vor. Goldman erwartet beim Konzernumsatz organisch ein Minus von 1,4 Prozent, der Marktkonsens liegt bei minus 0,3 Prozent. Für Nivea prognostiziert die Bank einen Rückgang von 5,5 Prozent und nennt Auslistungen im Handel sowie die schwache Verbraucherstimmung als Gründe.

Positiver würde Goldman erst werden, wenn Beiersdorf seine Bilanz stärker für Zukäufe oder Kapitalrückflüsse nutzt. Bis dahin bleibt der Zahlentermin Ende Oktober der nächste Test für die Skepsis der Bank.

Beiersdorf-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Beiersdorf-Analyse vom 06. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Beiersdorf-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Beiersdorf-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Beiersdorf: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)