Von Dezember bis Januar arbeiteten die Bullen noch an einer eher zähen, aber immerhin spürbaren Erholung bei der Aktie von Beiersdorf. Genau das wurde aber im März unschön abgewürgt. Die Gründe dafür dürften auf der Hand liegen. Nachdem das Unternehmen bereits vor der Zahlenvorlage am 21. April auf schwache Entwicklungen im ersten Quartal einstimmte, ließen Irankrieg und steigende Ölpreise die Anleger endgültig die Flucht antreten.
Auch der in dieser Woche vereinbarte Waffenstillstand brachte bisher nicht die erhoffte Erholung. Die Waffenruhe erweist sich als recht brüchig, was wahrscheinlich nichts Gutes für die anstehenden Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden bedeutet. Dadurch bedingt bewegten die Ölpreise sich wieder in Richtung 100 US-Dollar je Barrel.
Beiersdorf in der Zwickmühle
Für Beiersdorf sorgt das für deutlich höhere Kosten und ein Dilemma in der Führungsetage. Im Prinzip bestehen nur zwei Optionen. Entweder absorbiert das Unternehmen die höheren Kosten und lässt damit die Marge leiden oder aber die Preise werden angepasst, was die Absatzmengen unter Druck setzen dürfte. Beides dürfte von den Anteilseignern nicht gerne gesehen sein.
In eben dieser Ausgangslage fällt es den Börsianern sichtlich schwer, hübschen Prognosen von Seiten der Analysten allzu viel Vertrauen zu schenken. Unter anderem hält die UBS die Beiersdorf-Aktie momentan für unterbewertet und stell ein Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent in Aussicht. Für eine Erholung sorgte aber auch das bisher nicht.
Beiersdorf Aktie Chart
Gegenwind aus allen Richtungen
Die Vorzeigemarke Nivea schwächelt bei Beiersdorf und ob neue Produkte daran etwas ändern können, daran bestehen offensichtlich eklatante Zweifel. Mit neuen Inflationssorgen ist derweil auch die Befürchtung verbunden, dass die Konsumlaune insgesamt erneut nachlassen könnte. Für Beiersdorf hat sich damit ein perfekter Sturm zusammengebraut, aus dem sich leider kein schneller Ausweg anzubieten scheint.
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