Kaum eine Aktie im Dax hat in den vergangenen zwölf Monaten so viel Wert verloren wie Beiersdorf. Ein Minus von über 40 Prozent. Die Aktie notiert bei 72,14 Euro – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 70,04 Euro. Trotzdem sehen Analysten Anlass zur Hoffnung.
Der Grund: eine aktuelle Analyse von Bernstein Research. Das US-Haus bestätigt die Einstufung „Outperform“ und hält am Kursziel von 95 Euro fest. In einer Sektoranalyse zum E-Commerce in China zeigte sich: Beiersdorf verbuchte im vergangenen Monat moderates Wachstum. Während Wettbewerber wie Reckitt und L’Oreal Marktanteile gewannen, andere wie Unilever und Nestle verloren, stabilisierte sich Beiersdorf in diesem umkämpften Umfeld.
Technische Stabilisierung nach dem Einbruch
Die Aktie zeigte in dieser Woche ein erstes technisches Signal. Am Donnerstag kreuzte der Kurs die 20-Tage-Linie nach oben. Das ist ein kurzfristig positives Zeichen. Denn der langfristige Trend zeigt seit März 2026 steil nach unten. Zwischenzeitlich fiel das Papier auf 69,10 Euro.
Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt rund 19 Prozent. Das verdeutlicht, wie massiv der Bewertungsabschlag in den vergangenen Monaten ausfiel. Der RSI liegt mit 52,4 im neutralen Bereich – weder überkauft noch überverkauft.
Derma-Sparte trägt, Consumer schwächelt
Die operative Lage des Konzerns ist zweigeteilt. Die dermatologische Hautpflege mit Eucerin und Aquaphor wuchs organisch um über 8 Prozent und kompensierte die Schwäche im Massenmarkt. Der Consumer-Bereich verzeichnete im ersten Quartal einen organischen Umsatzrückgang. Die Luxusmarke La Prairie leidet unter Störungen im Einzelhandel, vor allem in den USA und China. Hinzu kommen negative Währungseffekte.
Das Management hält trotzdem an der Jahresprognose fest. Analysten werten die Verteidigung der Marke von 70 Euro als psychologisch wichtigen Schritt. Das laufende Aktienrückkaufprogramm, bei dem wöchentlich über 70.000 Anteile erworben werden, stützt zusätzlich den Kurs.
Der nächste Prüfstein folgt im August. Dann legt Beiersdorf den Zwischenbericht für das erste Halbjahr vor. Bis dahin hängt die Kursentwicklung an den Trends im globalen E-Commerce und der Konsumstimmung in den Kernmärkten. Mit einem KGV von rund 16,5 ist die Bewertung historisch moderat. Sollte sich die operative Erholung fortsetzen, bleibt Spielraum für eine Gegenbewegung.
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