Die beiden Entwicklungen sind: Veränderungen in der Aktionärsstruktur und heikle Übernahmegespräche rund um die Stahlsparte.
Thyssenkrupp: Amundi senkt Beteiligung
Zunächst der Blick auf die Eigentümerseite. Der französische Vermögensverwalter Amundi hat seine Beteiligung an Thyssenkrupp deutlich reduziert.
Der Stimmrechtsanteil fällt von zuvor über drei Prozent auf nun 2,21 Prozent. Damit unterschreitet Amundi eine wichtige Meldeschwelle. Insgesamt entspricht das rund 13,7 Millionen Aktien.
Thyssenkrupp Aktie Chart
Für den Markt ist das ein klares Signal. Ein großer Investor zieht sich zurück oder ordnet sein Engagement neu. Solche Bewegungen bleiben selten ohne Wirkung auf den Kurs.
Thyssenkrupp: Verkauf der Stahlsparte
Parallel dazu laufen weiter die Gespräche mit Jindal Steel aus Indien. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Stahlsparte.
Der indische Konzern hatte bereits im Herbst 2025 ein unverbindliches Angebot vorgelegt. Ziel war eine mehrheitliche Übernahme.
Seitdem prüft Thyssenkrupp die Optionen. Der Vorstand hält sich bedeckt. Konkrete Details bleiben unter Verschluss. Das Management betont lediglich den konstruktiven Austausch.
Für Anleger ist klar
Die Stahlsparte steht im Zentrum der strategischen Neuausrichtung. Sie bindet Kapital, bringt aber auch Risiken. Ein Verkauf oder Teilverkauf könnte Geld in die Kasse spülen und den Konzern verschlanken. Gleichzeitig würde thyssenkrupp einen zentralen Geschäftsbereich abgeben.
Der Markt schaut deshalb genau hin. Die Reduzierung der Amundi-Beteiligung erhöht den Druck. Sie könnte als Misstrauenssignal gewertet werden. Gleichzeitig nährt sie Spekulationen, dass hinter den Kulissen größere Veränderungen vorbereitet werden.
Bei Thyssenkrupp geht es um Macht, Geld und Strategie. Anleger sollten wissen: Die kommenden Monate könnten entscheidend werden. Sowohl für die Struktur des Konzerns als auch für die Bewertung der Aktie.
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