Bechtle bereitet sich auf den 12. August vor. Dann veröffentlicht der IT-Dienstleister seinen Zwischenbericht für das zweite Quartal. Ab heute gilt am Hauptsitz in Neckarsulm die Quiet Period — die Investor Relations Abteilung hält sich bis zur Präsentation bedeckt.
Volle Kassen für neue Zukäufe
Das Management hat die finanzielle Basis zuletzt massiv verbreitert. Bechtle platzierte ein Schuldscheindarlehen über 450 Millionen Euro am Markt. Ursprünglich visierte der Konzern lediglich 250 Millionen Euro an.
Die hohe Nachfrage von 84 nationalen und internationalen Investoren ermöglichte die Aufstockung. Die Mittel flossen dem Unternehmen bereits Ende Juni zu. Sie sollen vor allem die internationale Akquisitionsstrategie finanzieren.
Ausbau des Managed-Services-Geschäfts
Ein Teil des Geldes fand direkt Verwendung. Mitte Juli schloss Bechtle die Übernahme der niederländischen Anbieter Interforce Networks und Interforce Hosted Solutions ab. Diese Firmen erzielten zuletzt einen Jahresumsatz von 11,3 Millionen Euro.
Das Management verfolgt ein klares Ziel: Der Anteil wiederkehrender Umsätze im niederländischen Mittelstand soll steigen. Bis zum Jahr 2027 will Bechtle die neuen Einheiten in die bestehende Tochter PQR integrieren. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Die Aktie unter Druck
An der Börse spiegeln sich diese Expansionsschritte noch nicht wider. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn fast 31 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 30,24 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die kommenden Quartalszahlen müssen zeigen, wie stark die Zukäufe das operative Ergebnis stützen. Investoren achten am 12. August besonders darauf, ob das Wachstum aus dem ersten Quartal anhält. Davon hängt ab, ob die Aktie ihren Boden über dem Jahrestief von 24,60 Euro festigen kann.
Bechtle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bechtle-Analyse vom 20. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Bechtle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bechtle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
