Bayer: Kommt der nächste Kursschub?

Bayer steht vor Wochen der Wahrheit. Die Schweizer Großbank UBS hebt das Kursziel auf 48 Euro an, doch US-Gerichte könnten jetzt alles entscheiden.

Auf einen Blick:
  • UBS erhöht Ziel auf 48 Euro
  • Rating bleibt trotz Anhebung neutral
  • US-Gerichte werden zum Kurstreiber
  • Glyphosat-Risiko weiter nicht vom Tisch
  • Hohe Schwankungen möglich

Bei der Bayer braut sich Entscheidendes zusammen. Die Aktie steht bei rund 42 Euro und hat nach einer starken Rallye in den letzten 12 Monaten viel Boden gutgemacht. Jetzt rückt der Konzern wieder ins Rampenlicht – diesmal wegen neuer Analystenkommentare und brisanter Gerichtsverfahren in den USA.

Bayer AG Aktie Chart

Bayer: UBS hebt Kursziel an

Die Schweizer Großbank UBS hebt ihr Kursziel deutlich an: Statt 32 Euro sehen die Analysten nun 48 Euro als fairen Wert. Das klingt nach Rückenwind. Doch das Urteil bleibt „neutral“. Kaufen? Nicht unbedingt. Verkaufen? Auch nicht. UBS erkennt mehr Stabilität in der Bewertung, sieht nach dem Kurssprung aber kein klares Schnäppchen mehr.

Der eigentliche Zündstoff liegt woanders. In den USA stehen wichtige Entscheidungen an. Im Bundesstaat Missouri prüft ein Gericht einen möglichen Vergleich in der Glyphosat-Causa. Kurz darauf folgt ein weiteres Verfahren vor dem Obersten Gericht der USA. Diese Termine könnten die Aktie kräftig bewegen – nach oben oder nach unten.

UBS rechnet verschiedene Szenarien durch. Fällt das höchste US-Gericht zugunsten von Bayer aus, könnte das neue Fantasie freisetzen. Kommt es anders, droht neuer Druck. Genau deshalb bleibt die Bank vorsichtig.

Was heißt das für Anleger?

Es gibt rechnerisch noch Luft bis 48 Euro. Doch die Unsicherheit bleibt hoch. Wer investiert, wettet aktuell weniger auf das operative Geschäft – und mehr auf Richter in den USA. Bei Bayer entscheidet sich in den kommenden Wochen, ob die Erholung weitergeht oder abrupt endet.

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