Die Aktie von Bayer befindet sich offenbar nachhaltig auf dem Rückzug. Anfang Juli am Handelsplatz Frankfurt noch mit 53,74 Euro bewertet, waren die Papiere der Leverkusener bereits in der vergangenen Woche kurzzeitig unter die Marke von 50 Euro gefallen, berappelten sich dann aber wieder. Das scheint jetzt anders zu sein: Den Montag beendete die Bayer-Aktie bei noch 49,68 Euro, am Dienstagvormittag geht es weiter zurück. Zu Recht, sagt ein Analyst, andere widersprechen.
Jeffries-Analyst sieht die Bayer-Aktie tiefer
Es war Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies, der Bayer am Sonntag mit einem Kursziel von lediglich 46 Euro auf „Hold“ belassen hatte. Nach dem positiven Urteil des Obersten Gerichts der USA zu den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten habe es viele Frage zu einer Aufspaltung des Konzerns gegeben, schrieb er laut finanzen.net. Er sehe zwar „keinen Sinn darin, ein Pharma- und ein Agrarchemiegeschäft – wie bei Bayer – in einem Konglomerat zu vereinen“. Doch die hohe Verschuldung und die deutlichen Mittelabflüsse schränkten die Optionen des Unternehmens ein. Vor weiteren Schritten sei eine Stärkung der Bilanz sowie des Pharmageschäfts erforderlich.
- Die schweizer UBS hingegen hat die Einstufung für Bayer mit einem Kursziel von 52 Euro auf „Buy“ belassen
- Kein Wunder: Analyst Matthew Weston erkennt bei den Papieren mittelfristig noch weiteres Kurspotenzial
Goldman Sachs erhöhte Bayer-Kursziel auf 62 Euro
Nach dem positiven Urteil des Supreme Court der USA liege der Fokus nun auf den nächsten Schritten im Gesamtkomplex Glyphosat, schrieb Weston bereits am Freitag. Spannend werde jetzt die Anhörung für eine endgültige Genehmigung eines Sammelvergleichs am 19. August. Noch weitaus zuversichtlicher zeigte sich die US-Investmentbank Goldman Sachs, sie hatte das Kursziel für Bayer am Montag der Vorwoche von 55 auf 62,50 Euro angehoben, sieht die Aktie demnach rund 25 Prozent höher.
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