Bayer-Aktie: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

Bayer investiert zwei Milliarden Dollar in Ohio; Analysten sehen 58 Euro als mögliches Kursziel, während das Gericht noch entscheiden muss.

Auf einen Blick:
  • Aktie notiert bei 44,28 Euro
  • Zwei Milliarden Dollar für Ohio geplant
  • Gericht muss Roundup-Einigung noch bestätigen
  • Analysten nennen 58 Euro als Kursziel

Der Kursgewinn von gestern verraucht bei der Aktie von Bayer bereits. Die Notierungen sind aktuell um rund -0,36 % schwächer und verbuchen einen Stand von 44,28 Euro. Das ist erstaunlich wenig. Die Aktie liegt derzeit dennoch bestenfalls in einem leichten Seitwärtstrend. 50 Euro galten hier als wichtige Marke, um von einem möglichen Aufwärtstrend ausgehen zu können.

Das Papier kämpft um den GD 200 und damit um die langfristige, aufwärtszeigende Trendindikation. In den vergangenen Tagen war es massiv abwärtsgegangen. Zum Beginn des neuen Monats am 01.10. waren es sogar 5,3 % Minus.

Bayer investiert in den USA, um hier einen besseren Zugang zum Markt zu erhalten

So ist die Börse derzeit offensichtlich von den tatsächlichen Nachrichten nicht begeistert. Bayer hatte vor Tagen bekannt gegeben, dass zwei Milliarden Dollar in einen US-Produktionsstandort für Arzneimittel in Ohio investiert würden. Dies könnte Bayer tatsächlich den Zugang zum US-Markt erleichtern und insofern auch die Kosten vor Ort reduzieren.

Donald Trump hatte vor einiger Zeit schon Handelsrestriktionen gegenüber ausländischen Pharmafirmen durchgesetzt. Bayer würde bei einer Produktion in den USA selbst hier quasi langfristig den Sparstift ansetzen. Auch das hat die Börsen nicht beruhigt.

Die Börsen warten möglicherweise einfach nur auf ein Urteil im Zusammenhang mit der Roundup-Schadenersatzklage beziehungsweise der Einigung über 7,25 Milliarden Dollar. Diese Entscheidung muss vom Gericht noch durchgewunken werden. Das soll eigentlich Anfang Oktober geschehen.

Bayer AG Aktie Chart

Also wartet die Börse hier schlicht und ergreifend und lässt Bayer sowie deren Aktionäre im Ungewissen. Analysten sind allerdings deutlich zuversichtlicher und haben extrem hohe Kursziele für die Leverkusener formuliert. Die Marke von 58 Euro sollte aus Sicht von Analysten erreicht werden können. Offenbar hat die Börse hier bis zu dem Gerichtsurteil den Glauben verloren.

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