Bayer-Aktie: Wenn das alles stimmt!

Bayer-Aktie fällt unter 50 Euro, Analysten heben Kursziele aufgrund positiver Glyphosat-Entwicklungen an.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt um 1,9 Prozent
  • Konsolidierung nach starkem Anstieg
  • Deutsche Bank bestätigt 60 Euro Ziel
  • Berenberg erhöht Kursziel auf 55 Euro

Einen spürbaren Rücksetzer musste heute die Aktie von Bayer hinnehmen. Die Notierungen gaben um 1,9 % nach und fielen damit wieder unter die Marke von 50 Euro. Zuletzt wurde die Aktie bei 49,86 Euro gehandelt.

Aus charttechnischer Sicht bedeutet dieser Rückgang allerdings noch keine Trendwende. Vielmehr dürfte die Kursbewegung nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen als normale Konsolidierung einzuordnen sein. Nach dem vorherigen Höhenflug erscheint eine Verschnaufpause durchaus nachvollziehbar.

Bayer: Analysten sind relativ zuversichtlich!

Interessant bleibt dagegen die Entwicklung auf Analystenseite. Im Zuge der zuletzt positiven Nachrichten rund um das Glyphosat-Thema haben mehrere Analysten ihre Kursziele angehoben. So bestätigte die Deutsche Bank ihre optimistische Einschätzung mit einem Kursziel von 60 Euro.

Auch Berenberg hat seine Bewertung deutlich angepasst. Das Institut erhöhte das Kursziel von zuvor 40,50 Euro auf nunmehr 55 Euro. Das entspricht einer Anhebung um mehr als 30 %. Das daraus resultierende Kurspotenzial fällt zwar inzwischen etwas geringer aus, verdeutlicht jedoch, dass sich die Einschätzung des Unternehmens innerhalb kurzer Zeit erheblich verbessert hat.

Bayer AG Aktie Chart

Hintergrund dieser Neubewertung ist vor allem die veränderte Einschätzung der Risiken rund um Glyphosat. An den Märkten setzt sich zunehmend die Auffassung durch, dass dieses Thema Bayer künftig deutlich weniger belasten dürfte als in den vergangenen Jahren.

Zu dieser Entwicklung haben mehrere Faktoren beigetragen. Bayer konnte in wichtigen Gerichtsverfahren Erfolge erzielen, insbesondere bei Rechtsstreitigkeiten über die Kennzeichnungspflicht nach US-Bundesrecht. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Ausgliederung einer US-Einheit angekündigt, die sich künftig mit den Glyphosat-bezogenen Rechtsstreitigkeiten befassen soll. Dadurch würden die entsprechenden Risiken organisatorisch klarer abgegrenzt.

Insgesamt scheint der Kapitalmarkt das Glyphosat-Thema inzwischen deutlich gelassener zu bewerten. Die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten verlieren zunehmend ihren Schrecken, sodass sich der Blick der Anleger wieder stärker auf das operative Geschäft und die zukünftigen Wachstumsperspektiven von Bayer richtet. An der grundsätzlichen positiven Einschätzung der Aktie hat sich deshalb trotz des heutigen Kursrückgangs nur wenig geändert.

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