Bayer-Aktie: Was für eine Prognose!

Bayer-Aktie bleibt trotz kleiner Kursrückgänge im Aufwärtstrend. Milliarden-Deal mit Apollo stärkt Liquidität für Glyphosat-Risiken.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt minimal unter 50 Euro
  • Aufwärtstrend bleibt intakt
  • Milliardenverkauf an Apollo Global
  • Liquidität für Glyphosat-Verfahren gestärkt

Weiterhin in vergleichsweise guter Verfassung zeigt sich die Aktie von Bayer. Unabhängig davon, dass die Aktie sehr weit nach oben gelaufen ist, kann es immer wieder schwächere Tage geben. Genau das ist am Freitag zum Wochenschluss wie auch am Montag passiert. Der Titel gab zum Wochenauftakt nun weitere 0,8 % nach und rutschte minimal unter die wichtige Marke von 50 Euro. Aktuell werden 49,74 Euro angezeigt. Die Aktie befindet sich dennoch weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend. Der Abstand von mehr als 25 % zum GD100 dokumentiert, wie stark die Börsen den Aufwärtstrend der Bayer-Aktie derzeit einschätzen.

Neue Nachrichten spielen hier eine deutlich geringere Rolle

Die Märkte haben sich zuletzt allerdings kaum für neue Unternehmensnachrichten interessiert. Bayer hat einen bedeutenden Mittelzufluss erzielt. Das Unternehmen verkaufte einen Anteil seines Consumer-Health-Geschäfts für drei Milliarden Euro an Apollo Global Management. Dieses Geld soll nach einem Bericht dazu dienen, ausreichend Liquidität vorzuhalten, um mögliche finanzielle Folgen der US-Rechtsstreitigkeiten rund um Roundup beziehungsweise Glyphosat abzufedern.

Rechnerisch erscheint dieser Schritt sinnvoll. Die Rückstellungen für die Glyphosat-Verfahren beliefen sich zuletzt auf rund 11,8 Milliarden US-Dollar. Nach Angaben von Bayer sind kurzfristige Zahlungsverpflichtungen und fällige Anleihen bereits mit mehr als acht Milliarden US-Dollar abgesichert. Weitere drei Milliarden US-Dollar an Liquidität passen damit in das Gesamtbild des Risikomanagements. Aus Sicht der Risikobegrenzung ist diese Entwicklung durchaus interessant.

Bayer AG Aktie Chart

Die Börsen haben darauf allerdings kaum reagiert. Die Aktie gab, wie beschrieben, leicht nach. Ein Blick auf die Jahresentwicklung zeigt jedoch die eigentliche Stärke: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat die Aktie inzwischen mehr als 84 % zugelegt. Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten scheinen sich damit zunehmend zugunsten von Bayer zu entwickeln. Gleichzeitig hat das Unternehmen offenbar ein wirksames Risikomanagement aufgebaut.

Analysten würdigen diese Entwicklung mit weiter steigenden Kurszielen. Im Durchschnitt sehen sie für die Bayer-Aktie weiterhin zusätzliches Aufwärtspotenzial. Die Schätzungen reichen bis zu 62,50 Euro.

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