Bayer hat mit dem französischen Saatgutunternehmen RAGT eine Lizenzvereinbarung geschlossen, um Hybridweizen Anfang der 2030er-Jahre in Europa auf den Markt zu bringen.
Die Vereinbarung baut auf der bereits 2021 gestarteten Entwicklungskooperation beider Unternehmen auf und markiert den Übergang von der Forschung zur späteren Vermarktung. Bayer steuert dabei unter anderem seine Hybridisierungstechnologie, Saatgutproduktion und digitale Agrarlösungen bei, während RAGT seine langjährige Expertise in der Weizenzüchtung einbringt.
Bayer-Aktie: Hybridweizen soll Erträge und Widerstandsfähigkeit steigern
Hybridweizen gilt als einer der vielversprechendsten Innovationsschritte in der Pflanzenzüchtung. Ähnlich wie Hybridmais nutzt er den sogenannten Heterosis-Effekt, durch den Pflanzen höhere Erträge, eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten sowie eine größere Toleranz gegenüber Trockenheit und anderen Umweltbelastungen erreichen können.
Bislang war die Entwicklung marktfähiger Hybridweizensorten jedoch deutlich schwieriger als bei anderen Kulturpflanzen. Mit der nun geschlossenen Lizenzvereinbarung wollen Bayer und RAGT diese Hürde überwinden und Landwirten in Europa ab Beginn der 2030er-Jahre entsprechende Sorten anbieten.
Weizen zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Welt und spielt auch in Europa eine zentrale Rolle. Gleichzeitig stehen Landwirte unter dem Druck, auf gleicher Fläche höhere Erträge zu erzielen und gleichzeitig den Einsatz von Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmitteln möglichst effizient zu gestalten. Hybridweizen könnte dazu beitragen, diese Ziele miteinander zu verbinden und die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Bayer-Aktie: Langfristige Wette auf die Landwirtschaft der Zukunft
Für Bayer ist die Vereinbarung ein langfristiges Wachstumsprojekt. Zwar werden erste Umsätze frühestens Anfang der 2030er-Jahre erwartet, doch erfolgreiche Hybridweizensorten könnten den Konzern in einem der weltweit größten Saatgutmärkte deutlich stärken.
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