Erst vor wenigen Wochen kündigte Bayer einen neuerlichen Vergleich rund um Glyphosat an, der als Baustein für eine endgültige Lösung dienen sollte. Insgesamt 7,25 Milliarden US-Dollar will das Unternehmen in die Hand nehmen, um sowohl aktuelle als auch künftige Klagen aus der Welt zu schaffen, und dies bequemerweise ohne ein Schuldeingeständnis in irgendeiner Form.
Doch das Vorhaben scheint bereits ins Wanken zu geraten. Denn kurz vor einer Anhörung am kommenden Mittwoch beantragen 14 Anwaltskanzleien, die mehr als 20.000 Kläger vertreten, den Termin um wenigstens 60 Tage zu verschieben. Der rund 600 Seiten starke Vertrag sei zu kurzfristig übermittelt worden, um eine angemessene Prüfung durchzuführen, heißt es seitens der Anwälte.
Davon hängt für Bayer viel ab
Zudem gibt es auch Kritik an der inhaltlichen Augestaltung, welche den Kanzleien zufolge gewerbliche Nutzer bevorzuge und private Kläger finanziell schlechter dastehen ließe. Bayer hat sich bereits das Recht vorbehalten, den Vergleich wieder zu kassieren, sollten zu viele Kläger ihre Zustimmung verweigern.
Damit gerät das Konstrukt schon wieder ins Wanken, welches ohnehin noch ein Stück weit abhängig von einer für den Sommer erwarteten Entscheidung des Supreme Court ist. Als würde dadurch nicht schon genug Unsicherheit entstehen, blicken die Anleger auch noch etwas sorgenvoll auf die nächste Bilanzvorlage, die ebenfalls am Mittwoch erwartet wird.
Die Bayer-Aktie gibt nach
Bayer AG Aktie Chart
Das Ergebnis ist eine anhaltende Unsicherheit, was der Bayer-Aktie rote Vorzeichen beschert. Am Montagmorgen ging es für das Papier zunächst um etwas mehr als zwei Prozent auf 41,14 Euro in die Tiefe. Damit setzt sich eine Korrektur fort, die sich bereits seit rund zwei Wochen beobachten lässt. Immerhin bleibt es aber noch bei einem Plus von gut 70 Prozent im Jahresvergleich und es werden weiterhin gute Zukunftshoffnungen eingepreist.
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