Mitsamt dem Leitindex Dax ist auch die Aktie von Bayer schwächer in die neue Woche gestartet. Nach der erneuten Eskalation im Nahen Osten liegen an den Märkten offenbar die Nerven blank. Für die Papiere des Leverkusener Chemie- und Pharmariesen bedeutet dies, dass sie nach ihrem Kursknick von Ende Mai ihren nachfolgenden Erholungskurs aus der Vorwoche nicht fortsetzen können. Aktuell notiert die Bayer-Aktie 0,7 Prozent niedriger bei 35,91 Euro und damit deutlich unter den Kursständen von Mitte April bei rund 41 Euro. Dabei war ein Analyst vor dem Wochenende doch so zuversichtlich – trotz der andauernden Rechtstreitigkeiten bezüglich Glyphosat.
UBS beließ Bayer-Kursziel auf 52 Euro
Es war die schweizer Großbank UBS, die Bayer vor dem Wochenende auf „Buy“ mit einem Kursziel von 52 Euro belassen hatte – 45 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Aus über Nacht eingereichten Schriftsätzen gehe hervor, dass der Agrarchemie- und Pharmakonzern einen zweigleisigen Ansatz verfolge, um die Glyphosat-Sammelklage in den USA an das Bezirksgericht im Bundesstaat Missouri zurückzuverweisen, schrieb Matthew Weston laut Medienberichten in einer am Freitag vorliegenden Einschätzung.
Analyst warnt vor Risiken im Glyphosat-Rechtsstreit
- Nicht ganz so zuversichtlich, aber deutlich entspannter als zuvor, gab sich Ende Mai bereits das Analysehaus Jefferies
- Michael Leuchten hatte das Kursziel für Bayer von 25 auf 40 Euro angehoben, aber die Einstufung auf „Hold“ belassen
Der neu verantwortliche Pharma-Analyst sehe auf Basis der „Summe-aller-Teile“ aktuell theoretisch einen Wert von 45 Euro je Aktie, wie es hieß. Die Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat blieben allerdings ein Unsicherheitsfaktor, der die Aktien der Leverkusener „im ungünstigen Fall auch wieder auf 30 Euro zurückwerfen könnte“, schrieb er. Ohne zusätzliche Impulse aus der Wirkstoffforschung könne man Bayer zudem „nicht als günstige Pharma-Aktie bezeichnen“, so Leuchten.
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