Bayer hat heute die chinesische Zulassung für Sevabertinib als Erstlinienbehandlung bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gemeldet. Die Aktie steigt nach den Quartalszahlen und dem angehobenen Jahresausblick um 4,3%. Das starke Pharmageschäft hatte maßgeblich zur verbesserten Prognose beigetragen.
China lässt weiteres Medikament zu
Nach Angaben von Bayer basiert die Zulassung von Sevabertinib auf Daten der Phase-I/II-Studie SOHO-01.
Bereits am 26. Oktober hatte Bayer die chinesische Zulassung von Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo bekannt gegeben. Das Mittel soll das Schlaganfallrisiko nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA verringern. Bayer bezeichnete es als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Hemmer.
Im dritten Quartal 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 1,615 Milliarden Euro.
Der Umsatz stieg dabei um 4,1 Prozent, das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Bayer beim EBITDA vor Sondereinflüssen eine Spanne von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro. Auch den Ausblick für den Free Cashflow hob der Konzern an.
Analysten bewerten die Zahlen unterschiedlich
Medienberichten zufolge erhöhte UBS heute das Kursziel von 62 auf 66 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Matthew Weston verwies auf das starke Quartalsergebnis der Pharmasparte.
Jefferies bestätigte gestern dagegen die Halteempfehlung mit einem Kursziel von 46 Euro. Analyst Michael Leuchten verwies auf positive Überraschungen beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis, gab aber mögliche Einmaleffekte zu bedenken. Das Kernergebnis je Aktie habe zudem unter den Konsenserwartungen gelegen.
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