Bayer-Aktie: Ein teurer Spaß!

Bayer hat bereits 24,2 Milliarden Euro für Glyphosat-Vergleiche aufgewendet. Der Aktienkurs erholt sich dennoch, während Anleger auf die Supreme-Court-Entscheidung im Juni warten.

Auf einen Blick:
  • 24,2 Milliarden Euro Vergleichskosten
  • Zweitgrößter Rechtsstreit nach VW-Diesel
  • Aktienkurs seit November um 50% gestiegen
  • Supreme-Court-Entscheidung im Juni erwartet

Zumindest in Aussicht gestellt hat Bayer ein mögliches Ende der ewigen Glyphosat-Reibereien, doch in trockenen Tüchern ist noch nichts. Zuletzt wurden weitere 6,3 Milliarden Euro für einen Vergleich in Aussicht gestellt. Betroffene können das Angebot noch bis Ende Mai annehmen. Im Juni steht dann die heiß erwartete Grundsatzentscheidung des Supreme Court an.

Im günstigsten Fall wird jener im Sinne Bayers entscheiden und damit für Klarheit sorgen. Das „Handelsblatt“ hat nun ausgerechnet, was das Ganze den Konzern bisher gekostet hat. Das Ergebnis ist schmerzhaft. 24,2 Milliarden Euro sind demnach bereits in die Glyphosat-Streitigkeiten geflossen. Damit handelt es sich um den zweitteuersten Rechtsstreit für ein deutsches Unternehmen nach dem Dieselskandal rund um Volkswagen.

Bayer: Die Hoffnung lebt

Herbe Auswirkungen hatte die Angelegenheit auch auf den Aktienkurs von Bayer. Mit dem ging es in den vergangenen Jahren rapide bergab. Die vom Handelsblatt errechneten Kosten für die Causa Glyphosat entsprechen mittlerweile etwa zwei Drittel der Marktkapitalisierung.

Bayer AG Aktie Chart

Dennoch macht sich unter den Anlegern Hoffnung auf bessere Zeiten breit. Die Strategie, um das Thema Glyphosat endlich loszuwerden, wird grundsätzlich begrüßt. Das ist auch der maßgebliche Grund dafür, dass der Aktienkurs sich seit November um gut 50 Prozent verbessern konnte.

In der Schwebe

Der Aufwärtstrend ist zuletzt allerdings schon wieder ins Stocken gekommen. Festgebissen haben die Bullen sich für den Moment rund um die 40-Euro-Linie; am Donnerstagmorgen standen 40,45 Euro auf der Anzeigetafel. Es bleibt vorsichtiger Optimismus vorhanden, doch je mehr sich die Entscheidung durch den Supreme Court nähert, desto höher dürfte vermutlich auch die Volatilität ausfallen. Wer heute noch investiert, wettet letztlich auf einen Erfolg vor Gericht. Ob sich das lohnen mag, kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

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