Die Aktie von Bayer hat ihren jüngsten Aufwärtstrend am Donnerstag im frühen Handel in Frankfurt erst einmal gestoppt: Ausgehend von noch 35,78 Euro zum Beginn der Vorwoche waren die Papiere des Chemie- und Pharmakonzerns am Mittwoch zunäöchst bis auf 40,20 Euro gestiegen – ein Plus von gut zwölf Prozent in kaum mehr als einer Woche. Mittlerweile aber ist die Bayer-Aktie wieder unter die Marke von 40 Euro gefallen. Und klar: Das Risiko bei den Leverkusenern bleibt für Investoren hoch.
Bayer: Warten auf Urteil des Supreme Court
Denn nachdem ein Richter den milliardenschweren US-Vergleich um den Unkrautvernichter Glyphosat am 17. Juni zurück an ein Gericht in Missouri verwiesen hatte, wertete Matthew Weston von der schweizer UBS dies in einer ersten Reaktion in der Vorwoche zwar „als wichtigen Erfolg“ für Bayer. In der Folge beließ er das Kursziel für die Aktie auf 52 Euro. Doch die noch bedeutendere Entscheidung steht noch aus.
Die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Vergleichs zeigten, dass die juristische Aufarbeitung alles andere als reibungslos verlaufe, mahnte Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies. Er hatte die Einstufung für Bayer auf „Hold“ mit einem Kursziel von lediglich 40 Euro belassen. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten (Supreme Court) bleibe „Dreh- und Angelpunkt“.
Das erstinstanzliche Gericht hatte das Argument von Bayer zurückgewiesen, wonach das US-Pestizidrecht Klagen ausschließe, die sich auf einzelstaatliche Gesetze stützen.
- Eine Entscheidung wird laut der Nachrichtenagentur Reuters noch bis Ende Juni erwartet
- Sollte diese zu Ungunsten von Bayer ausfallen, wäre ein Kurseinbruch die logische Folge
Bayer-Aktie mit gut 50 Prozent im Jahresplus
Noch bleibt für Anleger also nur, auf die höchstrichterliche Entscheidung zu warten – oder ins Risiko zu gehen. Und dieses ist nicht zu unterschätzen: Zwar weit von ihrem Jahreshoch bei 49,76 Euro aus dem Februar entfernt, hat die Aktie von Bayer binnen eines Jahres ihren Wert noch immer um rund 50 Prozent gesteigert.
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