Bayer-Aktie: Da ist noch gar nix fix!

Die Aktie von Bayer steckt aktuell fest. Die Anleger warten offenbar auf den Quartalsbericht – und ein Ende des Glyphosat-Streits in den USA. Das aber kann dauern.

Auf einen Blick:
  • Die Bayer-Aktie kommt derzeit nicht voran, hängt aktuell bei rund 43 Euro fest
  • Mit Spannung werden nicht allein die Quartalszahlen der Leverkusener erwartet
  • Auch ein Ende der Glyphosat-Streitigkeiten in den USA ist bislang nicht absehbar

Die Aktie von Bayer tritt derzeit bei rund 43 Euro auf der Stelle. Während die Papiere der Leverkusener am Mittwochvormittag im Xetra-Handel leicht zulegen, geben sie in Frankfurt in der gleichen Größenordnung ab. Sprich: Die Bayer-Aktie war am späten Dienstag nach Xetra-Schluss angestiegen, doch das Vertrauen der Anleger in einen Aufschwung schwindet bereits wieder. Und klar: Noch warten die Märkte auf die Quartalszahlen im November – und auf ein Ende im Glyphosat-Streit. Aber da ist noch gar nix fix.

Bayer wartet auf Vergleichs-Genehmigung

Sicherlich: Im Sommer hatte der Supreme Court in den USA zugunsten von Bayer entschieden, was vielen Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken durch den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup die Grundlage entziehen könnte. Zudem fand am 14. September eine Anhörung um einen Milliardenvergleich über bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar statt, um rund 65.000 anhängige und künftige Klagen wegen Glyphosat abzuwenden.

  • Doch zum einen hat das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Missouri seine Zustimmung bis heute nicht gegeben
  • Zudem ist die Sache wohl auch im positiven Fall für die Leverkusener nicht ausgestanden, der Konflikt geht weiter

Denn seit Ende September ist bekannt, dass in den USA ein neuer Prozess um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter der Bayer-Tochter begonnen hat. Doch wie kann das sein?

Neuer Prozess um Glyphosat in den USA

Der Prozess gelte als wichtiger Testfall, da er sich auf eine neue juristische Argumentation stützt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Das Urteil des Supreme Court hatte Klagen wegen des Vorwurfs „unzureichender Warnhinweise vor Krebsrisiken“ auf den Produktetiketten erschwert. Die Anwälte von drei Krebspatientinnen warfen Bayer nun aber vor, Roundup vor dem Verkauf nicht ausreichend getestet zu haben. Bis heute habe das Unternehmen nie alle notwendigen Tests vorgenommen, argumentieren die Anwälte. Ungeachtet solcher Vorwürfe will die Deutsche Bahn ab 2027 zur Unkrautvernichtung wieder auf Glyphosat zurückgreifen.

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