Bayer-Aktie: Milliardenschwerer Plan!

Die Bayer-Aktie schwächelt aktuell. Eine massive Investition in den USA lässt die Anleger offenbar kalt, was auch mit einem neuen Glyphosat-Prozess zu tun haben dürfte.

Auf einen Blick:
  • Die Bayer-Aktie hat seit Ende September wieder zweistellig abgegeben
  • Ein neuer US-Prozess um Glyphosat verhagelte wohl die Anlegerstimmung
  • Doch in den Staaten sieht das Unternehmen auch die Zukunft – im Pharmabereich
  • Bayer will in einen neuen Standort in Ohio 2,2 Milliarden US-Dollar investieren

Der Oktober war bislang wahrlich nicht der Monat für Bayer an der Börse: Ende September am Handelsplatz Frankfurt noch mit bis zu 50,96 Euro bewertet, werden für die Aktie am frühen Mittwochmorgen noch 44,40 Euro aufgerufen. Damit beläuft sich das Wochenminus auf fast 13 Prozent. Dass sich die Bayer-Aktie derzeit trotz hoher Kursziele so schwertut, ist möglicherweise durch einen neu gestarteten Glyphosat-Prozess in den USA zu erklären. Das hindert die Leverkusener allerdings nicht daran, genau dort Milliarden zu investieren. Allerdings im Pharambereich.

Bayer investiert in neuen US-Pharmastandort

Denn wie das Unternehmen vor dem Wochenende bekanntgab, plant Bayer den Bau eines neuen Standorts in New Albany, Ohio, um Patienten in den USA und weltweit zu versorgen. 2,2 Milliarden US-Dollar wolle man in den pharmazeutischen Produktionsstandort investieren. Das Projekt baue „auf Investitionen von mehr als sieben Milliarden US-Dollar in Pharma-Forschung und -Entwicklung sowie Produktion in den USA in den vergangenen fünf Jahren auf“, wie es heißt.

  • Der geplante Produktionsstandort sei „ein zentraler Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie von Bayer im größten Pharma-Markt des Unternehmens“
  • Damit werde der Anspruch gestärkt, Innovationen und den Zugang zu Arzneimitteln weiter voranzutreiben, lässt Bayer wissen

„Für Bayer sind die Vereinigten Staaten seit Langem ein wichtiger Produktionsstandort und bedeutendes Innovationszentrum“, sagt Bill Anderson, Vorstandsvorsitzender von Bayer. „Diese wegweisende Investition bekräftigt unser langfristiges Engagement in den USA.“

Bayer setzt in Ohio auf Automatisierung

Der flexible, modulare Campus, an dem voraussichtlich rund 600 Arbeitsplätze entstehen, soll die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen und Fertig-Arzneimitteln an einem Standort vereinen – unterstützt durch neueste digitale Technologien und Automatisierung, wie es heißt. Zunächst soll der Standort das wachsende Portfolio von Bayer in den Bereichen Onkologie sowie Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen unterstützen.

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