Bayer-Aktie: Milliarden-Meldung!

Bayer-Aktie erholt sich nach schwacher Woche leicht. Milliarden-Anleihe und Apollo-Deal prägen die Finanzierungsstrategie.

Auf einen Blick:
  • Leichte Kurserholung nach Wochenverlusten
  • Milliarden-Anleihe und Apollo-Deal abgeschlossen
  • Quartalszahlen am 7. August erwartet
  • Aufwärtstrend trotz Gewinnmitnahmen intakt

Zu einem positiven Wochenausklang findet heute wohl die Aktie von Bayer. 47,91 Euro zeigen die Börsentafeln, was einem Plus von 0,4 % entspricht. Das ist zwar kein herausragender Kursgewinn, allerdings hat die Aktie damit derzeit etwas mehr Stabilität am Markt erreicht.

Immerhin liegt eine vergleichsweise schwache Woche hinter dem Papier. Auf Basis des heutigen Kurses ergibt sich bislang ein Wochenverlust von 4,14 % beziehungsweise 2,07 Euro. Die Aktie war zu Wochenbeginn noch bei rund 50 Euro gestartet. Diese Marke gilt zumindest aus Sicht der Chartanalysten als wichtige psychologische Schwelle. Die aktuellen Notierungen sind daher vor allem für kurzfristig orientierte Anleger enttäuschend.

Bayer AG Aktie Chart

Tatsächlich befindet sich die Aktie insgesamt jedoch weiterhin auf einem guten Weg. Seit Ende Juni hatte Bayer eine kräftige Rallye hingelegt. Damals notierte die Aktie noch im Bereich zwischen 38 und 39 Euro. Auslöser war ein Erfolg vor dem US Supreme Court im Rechtsstreit um die Warnhinweise für Roundup. Das Gericht entschied, dass bundesrechtliche Vorgaben Vorrang vor den Regelungen einzelner US-Bundesstaaten haben. Dadurch sinkt für Bayer das Risiko, in einzelnen Bundesstaaten wegen angeblich unzureichender Warnhinweise erfolgreich verklagt zu werden.

In der Folge stieg die Aktie zeitweise bis auf 53 bis 54 Euro und erreichte damit auch aus charttechnischer Sicht einen klaren Aufwärtstrend. Unter technischen Gesichtspunkten galt das Papier anschließend jedoch als überkauft. Deshalb kam es nach Einschätzung vieler Charttechniker zu Gewinnmitnahmen.

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Hinzu kommt, dass Bayer vor zwei Tagen eine US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 5 Milliarden US-Dollar platziert hat. Außerdem schloss das Unternehmen mit dem Investor Apollo einen Deal im Umfang von 3 Milliarden Euro ab. Dieser beinhaltet unter anderem die Abgabe von Anteilen am Geschäft mit Verhütungsmitteln. Dadurch rückte die Finanzierungssituation des Unternehmens wieder stärker in den Fokus. Die hohe Verschuldung sowie mögliche Verwässerungseffekte dürften bei einigen Anlegern für Zurückhaltung gesorgt haben.

Allerdings scheint dieses Misstrauen derzeit begrenzt zu sein. Der Markt wartet nun vor allem auf die Zahlen zum zweiten Quartal, die Bayer am 7. August vorlegen wird. Die Prognosen haben sich bislang gegenüber den bisherigen Erwartungen nicht wesentlich verschlechtert.

Unterm Strich befindet sich Bayer weiterhin in einem Aufwärtstrend. Analysten gehen nach wie vor davon aus, dass die Aktie weiteres Potenzial besitzt. Die Kursziele sprechen dafür. Die jüngsten Kursverluste dürften vor allem auf Gewinnmitnahmen und die angekündigten Finanzierungsmaßnahmen zurückzuführen sein.

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