Bayer setzt auf Biokraftstoffe: Wie der Pharma- und Chemiegigant kürzlich mitteilte, hat er eine langfristige strategische Partnerschaft mit dem britischen Ölkonzern BP geschlossen. Ziel ist es, die Ölpflanze Camelina als Rohstoff für Biokraftstoffe zu vermarkten. Den Anfang macht der nordamerikanische Markt.
Bayer-Aktie: Camelina als neue Einnahmequelle für Landwirte
BP bringt dabei seine Erfahrung in der Kraftstoffverarbeitung und Raffinerie ein, während Bayer sein Saatgut-Know-how und sein landwirtschaftliches Netzwerk beisteuert. Damit soll die steigende Nachfrage nach Biodiesel, erneuerbarem Diesel und klimafreundlichen Flugkraftstoffen bedient werden, die bis 2040 auf rund 150 Milliarden Liter anwachsen soll – fast das Dreifache des heutigen Volumens.
Bayer-Manager Frank Terhorst betonte, die Zusammenarbeit biete Landwirten neue Einnahmequellen und mehr Planungssicherheit beim Anbau. Bayer vermarktet das Camelina-Saatgut unter der Marke newgold™ und hat es bereits in den nördlichen US-Bundesstaaten sowie in den kanadischen Provinzen Saskatchewan und Alberta eingeführt.
Bayer-Aktie: Geringerer CO2-Ausstoß, flexibler Anbau
Camelina benötigt weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger als viele andere Kulturen, lässt sich sowohl im Frühjahr als auch im Winter anbauen und eignet sich für Brachflächen oder den Einsatz in Fruchtfolgen, ohne in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu treten. Der daraus gewonnene Kraftstoff weist eine niedrigere CO2-Bilanz auf als Treibstoffe aus fossilen Quellen.
Bayer baut seine Agrarsparte dadurch stärker in Richtung erneuerbarer Energierohstoffe aus. Die Allianz baut auf dem Erwerb von Camelina-Vermögenswerten auf, den Bayer bereits Ende Januar 2025 bekannt gegeben hatte. Biokraftstoffe gelten als wichtiger Baustein der Klimawende, weil sie in Bereichen wie Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerlastverkehr eingesetzt werden können, wo eine Elektrifizierung schwer umsetzbar ist.
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