Endlich mal gute Nachrichten aus Leverkusen. Die Bayer-Aktie dürfte heute aufatmen, denn das Unternehmen hat gestern vielversprechende Ergebnisse aus einer klinischen Studie präsentiert. Ein experimenteller Blutverdünner konnte in einer Late-Stage-Studie das Risiko eines erneuten Schlaganfalls um beachtliche 26 % senken.
Das ist genau das, was CEO Bill Anderson für seinen Turnaround-Plan braucht. Die vergangenen Monate waren für Bayer alles andere als einfach. Rechtliche Auseinandersetzungen, enttäuschende Quartalszahlen und Zweifel an der Innovationskraft haben den Kurs belastet. Jetzt kommt Bewegung in die Pipeline.
Der neue Blutverdünner könnte sich als echter Hoffnungsträger entpuppen. Schlaganfälle gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen, und das Risiko einer Wiederholung ist enorm. Ein Medikament, das dieses Risiko um mehr als ein Viertel senkt, hat durchaus Blockbuster-Potenzial. Für Bayer wäre das ein dringend benötigter Lichtblick in einem ansonsten schwierigen Umfeld.
Anderson bekommt Rückenwind für seine Strategie
Die positiven Studienergebnisse sind mehr als nur eine wissenschaftliche Erfolgsnotiz. Sie geben Bill Anderson Argumente an die Hand, dass seine Neuausrichtung des Konzerns Früchte trägt. Der Manager hatte versprochen, Bayer wieder auf Innovationskurs zu bringen und die Forschungspipeline zu stärken. Mit diesem Erfolg kann er zumindest einen ersten Beweis liefern.
Natürlich ist noch nichts in trockenen Tüchern. Bis zur Markteinführung dauert es noch, und die Zulassungsbehörden müssen grünes Licht geben. Trotzdem dürfte diese Nachricht den Investoren Mut machen. Bayer zeigt, dass das Unternehmen noch in der Lage ist, relevante medizinische Durchbrüche zu erzielen. Genau darauf kommt es jetzt an, wenn der Konzern aus der Krise kommen will.
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