Es sind wohl die teuersten Unkrautvernichter der Unternehmensgeschichte. Seit sieben Jahren schleppt Bayer den Glyphosat-Rechtsstreit aus dem Monsanto-Kauf mit sich herum, mehr als 24 Milliarden Euro sind demnach bereits an Kläger und Anwälte geflossen. Und ein Ende war lange nicht in Sicht.
Jetzt soll es eines geben. Bis Ende Juni, so das Versprechen von Vorstandschef Bill Anderson, soll Klarheit herrschen. Nicht irgendeine Klarheit, sondern die entscheidende: Ob Bayer die US-Klagen endlich einzudämmen vermag.
Der Schluss-Akt in zwei Teilen
Auf der Hauptversammlung am 24. April will Anderson persönlich vorstellen, wie das gelingen soll. Zwei zusammenhängende Teile, so heißt es. Was genau dahintersteckt, wird sich zeigen. Aber allein die Tatsache, dass Anderson das Thema zur Chefsache erklärt und einen konkreten Zeitplan nennt, ist bemerkenswert. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass ein Bayer-Chef bei Glyphosat nicht nur verwaltet, sondern ankündigt.
Ob er liefert, ist eine andere Frage.
JPMorgan bleibt dabei
Die US-Bank JPMorgan lässt sich vom Glyphosat-Dauerbrenner jedenfalls nicht beirren. Analyst Richard Vosser hat die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro bestätigt. Für das erste Quartal erwartet er ein operatives Ergebnis rund ein Prozent über dem Marktkonsens. Größere Anpassungen der Jahresziele hält er allerdings für unwahrscheinlich, also auch keine großen Überraschungen in die eine oder andere Richtung.
50 Euro Kursziel, das ist ambitioniert. Wer die Bayer-Aktie kennt, weiß, wie weit das von der aktuellen Realität entfernt ist. Vosser glaubt trotzdem daran. Das ist sein gutes Recht.
Bayer AG Aktie Chart
Jetzt kommt der Moment der Wahrheit
Für Bayer-Aktionäre werden die nächsten Wochen entscheidend. Anderson hat sich selbst unter Druck gesetzt, und das war vielleicht nötig. Sieben Jahre Glyphosat-Last, 24 Milliarden Euro weg, und die Aktie weit von alter Stärke entfernt. Wenn der Schluss-Akt auf der Hauptversammlung überzeugend klingt, könnte das etwas bewegen. Wenn nicht, weiß man wenigstens, woran man ist.
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