Die Aktie von Bayer war am Freitag mit einem erheblichen Abschlag in Höhe von minus 4,17 % ins Wochenende gegangen. Das Unternehmen ist damit auf einen Kurs in Höhe von nur noch 36,30 Euro gefallen.
Es ist nicht unmittelbar ersichtlich, welcher unternehmensspezifische Faktor zu diesem Abschlag hätte führen können. Es sieht so aus, als sei vor allem der Iran-Krieg jetzt für die Schwäche am Markt verantwortlich. Die gesamte Chemiebranche ist dabei unter Druck geraten. Die Investoren sind, so heißt es, nervös.
Generell gesellt sich bei Bayer sicherlich noch ein anderes Problem dazu. Die Leverkusener müssen darum bangen, dass die Rechtsstreitigkeiten in den USA noch immer nicht beigelegt sind. Hier steht noch die endgültige Entscheidung über die Glyphosat-Klagen aus. Zudem gibt es weitere Klagen wegen möglicher Schäden für Landwirte in den USA. Wichtig wird es nun am 4. Juni. Dann soll über den Glyphosat-Vergleich entschieden werden.
Bayer: Das sollte bald entschieden sein!
Das Unternehmen jedenfalls sieht sich diesen Nachrichten am Markt ausgesetzt.
Die Aktie selbst ist jetzt in einer schwierigeren Phase. Es fehlen 10,8 % zum sogenannten GD100-Mittel. Aus dieser Sicht betrachtet ist die Aktie damit nur in einem Abwärtstrend. Der GD200 ist noch überwunden. 3,22 % Vorsprung hat die Aktie von Bayer auf diesen wichtigen Indikator.
Bayer AG Aktie Chart
Das bedeutet am Ende, dass die Aktie langfristig noch in einem formalen Aufwärtstrend ist. Allerdings sind die Verhältnisse an den Börsen sicherlich schwächer, als das, was Experten dazu sagen würden. Die Notierungen haben in den vergangenen drei Monaten 13 % nachgegeben.
Analysten sehen den Kurs inzwischen deutlich höher. Das mittlere Kursziel liegt derzeit bei rund 49,47 Euro. Dies wäre ausgehend vom aktuellen Kurs ein Aufschlag in Höhe von 35,4 %.
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