Bayer-Aktie: Jetzt werden sie richtig mutig!

Die Aktie von Bayer hat binnen einer Woche rund 35 Prozent zugelegt. Nach dem Urteil des Surpreme Court sieht die Deutsche Bank noch weiteres Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Die Bayer-Aktie hat am Donnerstag das nächste Jahreshoch ausgebildet
  • Die Deutsche Bank hatte das höchste Kursziel aller Analysten aufgerufen
  • Die Prognose des US-Analysehaus Jefferies aber ist bereits überschritten

Die Aktie von Bayer ist seit dem positiven Urteil des Surpreme Court der USA bezüglich Glyphosat in der vergangenen Woche offenbar nicht mehr zu bremsen. Ausgehend von 39,59 Euro am vorigen Mittwoch schoben sich die Papiere des Chemie- und Pharma-Konzerns im Xetra-Handel bereits am Mittwoch bis auf 49,00 Euro. Am Donnerstag allerdings gab es noch einmal einen kräftigen Schub auf ein neues Jahreshoch bei 53,36 Euro. Doch nicht allein die Anleger werden jetzt richtig mutig, auch die Analysten.

Deutsche Bank hebt Bayer-Kursziel auf 60 Euro

Hatten in den vergangenen Tagen verschiedene Banken ihr Kursziel für Bayer erhöht, allerdings bis auf maximal 54 Euro (DZ Bank), legte nun die Deutsche Bank nach, und wie: Virginie Boucher-Ferte hob die Prognose für die Aktie massiv von 45 auf 60 Euro an, zugleich wurden die Papiere von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. „Die Belastung durch die Glyphosat-Rechtstreitigkeiten verflüchtige sich langsam“, schrieb die Analystin in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Kaufempfehlung nach der günstigen Entscheidung des obersten US-Gerichtshofs. Der Fokus richte sich nun wieder zunehmend auf das eigentliche Geschäft der Leverkusener und ihr Wertschöpfungspotenzial.

  • Und so erkennt Boucher-Ferte bei der Bayer-Aktie weiteres Aufwärtspotenzial von aktuell gut 12 Prozent
  • Die jüngste Prognose des US-Analysehaus Jefferies hat sie jedoch längst deutlich überschritten

Jeffries-Prognose für Bayer ist übertroffen

Michael Leuchten hatte das Kursziel für Bayer direkt nach Bekanntwerden des Urteils lediglich von 40 auf 46 Euro angehoben, die Einstufung auf „Hold“ belassen. Die Entscheidung des Supreme Court der USA im Durnell-Fall zugunsten von Bayer limitiere die Glyphosat-Rechtsrisiken, schrieb er. Das Votum der Richter sei mit 7 zu 2 eindeutiger als gedacht gewesen. Sie hätten entschieden, dass Bayer nicht für fehlende Warnhinweise auf dem Produkt haftbar gemacht werden könne, wenn die US-Umweltschutzbehörde (EPA) diese nicht verlange. Auf den parallel laufenden Vergleich habe die Entscheidung wohl allerdings kaum Einfluss, mahnte er.

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