Bayer-Aktie: Jetzt kommt es darauf an!

Die Aktie von Bayer notiert aktuell unter ihrem jüngsten Hoch nach einem Erfolg vor dem Surpreme Court. Wie es weitergeht, entscheidet sich wohl auch in San Francisco.

Auf einen Blick:
  • Die Bayer-Aktie verharrt derzeit unter ihrem jüngsten Höchststand von knapp 54 Euro
  • Ob sie wieder steigt oder noch mehr zurückfällt, könnte sich bald entscheiden
  • Bayer will die völlige Auflösung der Roundup-Klagen vor einem Bundesrichter erreichen
  • Ende Juni hatten die Leverkusener einen Glyphosat-Sieg vor dem US-Supreme-Court errungen

Die Aktie von Bayer, nach dem Erfolg vor dem des obersten US-Gerichtshofs bezüglich Glyphosat sowie einer angekündigten Neustrukturierung des Unternehmens bis auf knapp 54 Euro gestiegen, hat seitdem wieder deutlich nachgegeben. Im Xetra-Handel notieren die Papiere der Leverkusener aktuell bei gut 50 Euro. Ob sich die Bayer-Aktie in dieser Region wird halten können, oder gar steigen, entscheidet sich auch in San Francisco.

Bayer will Glyphosat-Klagen auflösen lassen

Denn nach seinem juristischen Erfolg vor dem US-Supreme-Court will der Konzern laut Medienberichten die Abweisung gebündelter Klagen im Streit um mutmaßliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat erreichen. „Offiziellen Gerichtsakten zufolge sind in dem Verfahren auf Bundesebene noch knapp 4000 Klagen anhängig“, schreibt die WirtschaftsWoche. Bayer spreche wiederum von rund 200 Klagen und verweise darauf, dass die Daten noch nicht aktualisiert worden seien, heißt es.

  • So oder so: Der Konzern tritt demnach heute vor Bundesrichter Vincent Chhabria in San Francisco, um die vollständige Auflösung der dort gebündelten Roundup-Klagen zu erreichen
  • Bayer stützt sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge dabei auf das Grundsatzurteil des Supreme Court vom Juni und sehe die rechtliche Basis der Bundesklagen dadurch komplett entzogen

Bayer und Gegenseite müssen Stellung beziehen

Der Richter hatte die Anhörung demnach ursprünglich für Dienstag angesetzt, sie jedoch verschoben und von beiden Seiten „detailliertere Stellungnahmen“ gefordert. Die ersten Antworten seien „unbefriedigend“ gewesen, erklärte der Richter laut WirtschaftsWoche am Montag. Beide Parteien müssten sich nun mit den komplexen Rechtsfragen auseinandersetzen und dürften nicht davon ausgehen, dass die Verfahren automatisch beendet oder unverändert fortgeführt würden, heißt es. Noch ist völlig offen, wie die Sache für Bayer ausgehen wird. Eine Reaktion an den Aktienmärkten wird nach einem Entscheid zweifellos folgen – nach oben oder unten.

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