Die Bayer-Aktie dümpelt seit einigen Tagen lustlos zwischen 36 und 39 Euro auf und ab. Glauben Anleger nicht mehr an einen Aufschwung bei deutschen Chemie- und Pharmariesen?
Gute und schlechte Nachrichten
Anleger befinden sich dieser Tage in Lauerstellung, bevor Bayer am 12. Mai seine Quartalszahlen vorstellen wird. Der Konzern hat es momentan mit einer Mischung aus medizinischen Fortschritten und rechtlichen Herausforderungen zu tun. Während das Unternehmen in der Forschung punktet, bleibt die politische und juristische Lage in den USA angespannt.
Bayer gab zur Wochenmitte positive Daten für einen neu zugekauften Bildgebungsmarker (Iodine 124 Evuzamitide) bekannt. In der Phase-III-Studie erreichte der Marker alle primären Endpunkte. Er dient zur Diagnose der kardialen Amyloidose – einer seltenen, oft unerkannten Herzerkrankung. Dies stärkt Bayers Position in der Präzisionsmedizin und zeigt, dass die Strategie kleinerer, gezielter Zukäufe (hier vom US-Biotech Attralus) erste Früchte trägt.
In den USA erlitt der Konzern allerdings einen rechtlichen Dämpfer. Er scheiterte mit dem Versuch, sich gesetzlich vor weiteren Glyphosatklagen zu schützen.
Bayer hatte gehofft, über das US-Agrargesetz (Farm Bill) eine Schutzklausel zu erhalten, die Bundesrecht über Einzelstaatenrecht stellt. Diese Klausel passierte das Repräsentantenhaus jedoch ohne die gewünschte Haftungsentlastung. Damit bleibt das Risiko kostspieliger Urteile in den USA bestehen.
Optimisten und Pessimisten
Die Kursziele für die Bayer-Aktie gehen derzeit weit auseinander, da die Bewertung fast vollständig an den US-Rechtsrisiken hängt. Das Konsensziel liegt mit 42 Euro leicht über dem aktuellen Kursniveau. Die Pessimisten unter den Bank sehen den fairen Wert der Aktie allerdings nur bei 25 Euro, sollte der Supreme Court im Juni gegen Bayer entscheiden.
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