Bayer-Aktie: Hammer-Nachricht!

Bayer-Papier steigt auf 49,85 Euro und bleibt im Aufwärtstrend. Analysten erhöhen Kursziele, während Glyphosat-Klagen und Preisdruck die Bilanz belasten.

Auf einen Blick:
  • Bayer-Aktie steigt um 0,92 Prozent
  • Analysten sehen Potenzial über 55 Euro
  • Quartalszahlen übertreffen Markterwartungen
  • Glyphosat-Klagen belasten Free Cashflow

Für die Aktie von Bayer war es am Freitag in einem Endspurt um 0,92 % aufwärtsgegangen. Damit erreichte das Papier einen Kurs von 49,85 Euro. Die Marke von 50 Euro wurde zwar knapp verfehlt. Auf der anderen Seite liegt die Aktie mit Abständen von 20 % beziehungsweise 27 % zum GD100 und GD200 weiterhin im technischen Aufwärtstrend.

Die Notierungen hatten in der vergangenen Woche um 3,7 % zugelegt. Insgesamt hat sich das Bild damit zumindest zum Ende der Woche nicht verschlechtert.

Bayer AG Aktie Chart

Bayer will erst am 14. September verhandeln lassen

Analysten haben teilweise ihre Kursziele nach oben angepasst. Bayer sei mehr als 55 Euro wert, meinen die Analysten im Durchschnitt.

Bayer hat zuletzt auch die Ergebnisse für das zweite Quartal bekannt gegeben und dabei die Erwartungen der Märkte übertroffen. Zudem wurde das Ziel für die Nettofinanzschulden des Unternehmens gesenkt, was immerhin für deutliche Kommentare sorgte.

Der Konzernumsatz ist bei Bayer kräftig gestiegen. Bereinigt lag das Ergebnis um 24 % über den Prognosen. Insofern waren die finanziellen Kennzahlen für die Aktie insgesamt ausgesprochen stark.

Das Unternehmen wird allerdings immer noch mit dem Risiko eines negativen Cashflows in Verbindung gebracht. Der Free Cashflow hat sich im ersten Halbjahr auf minus 2,7 Milliarden Euro verschlechtert. Das bedeutet, dass das Unternehmen weiterhin dafür büßen muss, dass Auszahlungen für die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Glyphosat Milliardensummen kosten.

Zudem wird teilweise weiterhin darauf verwiesen, dass die Agrarsparte erheblichem Preisdruck ausgesetzt sei. Dies gilt vor allem für die USA.

Am Ende befindet sich die Aktie allerdings weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend und möchte wohl darauf hoffen, dass Anfang September ein weiterer Befreiungsschlag gelingt. Dann, nunmehr am 14. September soll nach dem Wunsch des Unternehmens die Verhandlung über Schadensersatzzahlungen in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar für Kläger fortgeführt werden. Bayer muss sich dann dazu äußern.

Die Notierungen zeigen, dass der Markt hier zuversichtlich ist. Nicht nur Analysten rechnen mit den oben beschriebenen deutlich höheren Kurszielen, sondern auch die technische Entwicklung zeigt, wie ebenfalls beschrieben, weiterhin einen Aufwärtstrend.

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