Bayer-Aktie: Glyphosat-Hammer!

Bayer-Aktie nähert sich der 50-Euro-Marke, während die Glyphosat-Anhörung auf September verschoben wird. Analysten erhöhen ihre Kursziele.

Auf einen Blick:
  • Aktie klettert Richtung 50 Euro
  • UBS erhöht Kursziel auf 62 Euro
  • Glyphosat-Anhörung auf September verschoben
  • Analysten sehen Potenzial über 55 Euro

Einen interessanten Verlauf nimmt derzeit die Aktie der Bayer an den Märkten. Die Notierungen konnten sich zuletzt deutlich nach oben schieben. Nach den Quartalszahlen hat sich die Aktie mittlerweile fast wieder an die Marke von 50 Euro herangearbeitet.

Am Donnerstag ist der Versuch, diese Marke zu überwinden, etwas abgeschwächt. In den ersten Minuten ging es mit einem kleinen Abschlag von nur 0,1 % los. Die Aktie notiert bei etwa 49,20 Euro.

Bayer AG Aktie Chart

Chartanalysten empfinden es als wichtig, wenn die Aktie es schaffen würde, die Marke von 50 Euro zu überwinden. Die Kursziele der Analysten sind allerdings deutlich höher. Die Analysten, die sich mit dem wirtschaftlichen Gerüst des Unternehmens beschäftigen oder die jüngsten Quartalszahlen bewerten, sind im Durchschnitt der Meinung, dass die Aktie mehr als 55 Euro wert ist.

Glyphosat-Termin ist verschoben

Am beeindruckendsten war zuletzt die Kurszielanhebung der UBS, die bis dato 52 Euro als Kursziel ausgegeben hatte. Jetzt werden 62 Euro avisiert.

Möglicherweise ist der Markt derzeit etwas reserviert, da sich bei Bayer in den USA ein weiterer Meilenstein im Glyphosat-Prozess verzögert. Ganz konkret geht es um die Anhörung zur Billigung des Glyphosat-Schadensvergleichs im Umfang von 7,25 Milliarden Dollar. Bayer wird vor dem zuständigen Gericht in Missouri nun am 10. September oder später angehört werden. Bayer hat zusammen mit der US-Tochter sowie den beteiligten Anwälten den Antrag gestellt, die Anhörung erst ab dem 10. September oder später durchzuführen. Bis dato sollte diese Anhörung am 19. August stattfinden.

Nun könnte Bayer Widerrufsanträge zum Austritt aus dieser Vereinbarung, den sogenannten Opt-out einzelner Kläger, über einen längeren Zeitraum bearbeiten. Der Markt wird möglicherweise hierauf etwas reservierter reagieren. Nicht, weil sich dadurch die rechtlichen Optionen grundlegend verschieben würden – das ist von dieser Stelle ohnehin nicht zu beurteilen –, sondern weil man auf eine endgültige Entscheidung im Glyphosat-Thema wartet.

Jetzt gilt es also, noch gut vier Wochen mindestens abzuwarten. Insofern haben die Märkte etwas an Geschwindigkeit verloren. Dennoch bleiben die Analysten bei ihren hohen und zuletzt angehobenen Kurszielen für die Bayer-Aktie.

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