Die DZ Bank hat den fairen Wert für Bayer am Donnerstag Medienberichten zufolge von 60 auf 64 Euro erhöht. Die Einstufung beließ sie auf „Kaufen“.
Analysten setzen unterschiedliche Akzente
Vorsichtiger fiel die Einschätzung von Jefferies am Freitag aus: Das Analysehaus erhöhte sein Kursziel von 46 auf 48,50 Euro und bestätigte die Einstufung „Hold“. Analyst Michael Leuchten verwies darauf, dass seine Prognosen am unteren Ende der Unternehmenszielspanne liegen. Als wichtigen juristischen Katalysator nannte er die noch ausstehende Genehmigung des Roundup-Vergleichs.
Medienberichten zufolge setzten am Freitag nach dem starken Wochenverlauf Gewinnmitnahmen ein. Als übergeordnete Belastungsfaktoren galten dabei die vorsichtige Haltung von Jefferies und die ausstehende gerichtliche Genehmigung. Die Bayer-Aktie fiel am Freitag um 0,7% und schloss bei 55,08 €.
Pharmageschäft trägt den verbesserten Ausblick
Bayer hatte am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 10,1 Milliarden Euro gemeldet. Das entsprach einem nominalen Wachstum von 4,1 Prozent. Währungs- und portfoliobereinigt betrug der Zuwachs 1,9 Prozent.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 6,9 Prozent auf 1,62 Milliarden Euro. Als wesentlichen Treiber nannte Bayer das Wachstum bei Pharmaceuticals; Crop Science und Consumer Health blieben schwächer.
Für das Gesamtjahr erhöhte Bayer die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro gelegen.
Die erwartete Pharma-Marge hob Bayer auf 25–27 Prozent an. Beim freien Cashflow stellte das Unternehmen minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro in Aussicht.
Am Mittwoch meldete Bayer zudem die chinesische Zulassung von Sevabertinib zur Erstlinienbehandlung Erwachsener mit fortgeschrittenem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Grundlage waren Ergebnisse der laufenden Phase-I/II-Studie SOHO-01.
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