Bayer Aktie: Gericht weist Pfizer-Antrag ab

Symbolbild, KI-generiert

JPMorgan hält die Markterwartungen für Bayer im dritten Quartal wegen zeitlicher Effekte im Agrargeschäft für zu hoch.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert binnen sieben Tagen zehn Prozent
  • JPMorgan belässt Kursziel bei 61 Euro
  • Amundi-Anteil sinkt auf 2,90 Prozent
  • Pharmawerk in Ohio für 2,2 Milliarden Dollar geplant

Bei Bayer richtet sich der Blick des Marktes zunehmend auf die anstehenden Geschäftszahlen. Für den 3. November 2026 kündigte der Konzern die Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2026 um 07:30 Uhr MEZ an, gefolgt von einer Telefonkonferenz um 14:00 Uhr MEZ.

Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 45,02 Euro. Auf Sicht der vergangenen sieben Tage verbuchte der Wert damit einen Rückgang von 10 Prozent.

Vorsichtige Signale für das Agrargeschäft

Medienberichten zufolge warnte Analyst Richard Vosser von JPMorgan am Donnerstag vor überzogenen Hoffnungen an der Börse. Vosser beließ die Einstufung für Bayer zwar auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 61 Euro, merkte in seinem Ausblick jedoch an, dass die Markterwartungen an das dritte Quartal wohl zu hoch seien. Als wesentlichen Grund nannte der Experte zeitliche Effekte im Agrarbereich.

Parallel dazu gab es Veränderungen im Kreis der Großinvestoren. Amundi S.A. unterschritt am 23.09.2026 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte und hielt fortan einen Anteil von 2,90 Prozent am Leverkusener Konzern, nachdem die Beteiligung zuvor bei 3,04 Prozent gelegen hatte.

Juristische und operative Belastungsfaktoren

Die verhaltene Stimmung spiegelt auch das anhaltend schwierige juristische Umfeld wider. In Missouri begann ein Prozess zu Klagen rund um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup, in dem Anwälte von drei Krebspatienten der Bayer-Tochter Monsanto vorwerfen, das Produkt vor dem Verkauf nicht ausreichend getestet zu haben.

Zugleich wies ein US-Bundesgericht vor gut einer Woche Anträge von Pfizer, BioNTech und Moderna ab, Patentklagen der Bayer-Tochter Monsanto zur mRNA-Technologie vorzeitig abzuweisen. Eine Entscheidung über die Eigentümerschaft an der Technologie traf das Gericht dabei nicht.

Zugleich treibt Bayer den Umbau der Pharmasparte voran. Vor gut einer Woche erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA ein Priority-Review-Verfahren für den Zulassungsantrag des Präparats Lynkuet.

Daneben plant der Konzern den Bau eines neuen Standorts für pharmazeutische Produktion in Ohio mit einem Investitionsvolumen von 2,2 Milliarden US-Dollar. Trotz der jüngsten Schwächephase verzeichnet der Kurs seit Jahresanfang ein Plus von 22 Prozent. Ob dieser Zuwachs verteidigt werden kann, dürfte maßgeblich von den Daten im November abhängen.

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